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Überraschung in Rödgen

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Über den Bau der neuen Treppe wurde der Ortsbeirat zunächst nicht informiert. © Jung

Sämtliche Haushaltsanträge des Rödgener Ortsbeirats waren abgelehnt worden. Umso überraschter zeigten sich die Bürgervertreter vom Bau einer neuen Treppe am Parkplatz vor dem Sportplatz.

Gießen (kg). Der Rödgener Ortsbeirat reagiert sauer, dass all seine Anträge zum Haushalt 2022 durch die Koalition in der Stadtverordnetenversammlung abgelehnt wurden. Sicher sind sich die Rödgener Kommunalpolitiker, ihre mehrheitlich beschlossenen Ansinnen könnten zu Verbesserungen im Stadtteil und für die Bürgerinnen und Bürger beitragen. So forderte das Gremium mit Anträgen die Sanierung der Außentreppe am Bürgerhaus, die Einrichtung einer Behindertentoilette vor dem Saal, die Sanierung der Saaltoiletten oder der Bau eines behindertengerechten Zugangs zum Bürgerhaus. Die gewünschten Pflegemaßnahmen am Teich hinter der Feuerwehr fanden auch kein Gehör bei den Koalitionären im Stadtparlament.

Deshalb zeigten sich die Bürgervertreter jetzt überrascht über den Bau einer neuen Treppe am Parkplatz vor dem Sportplatz. Das zählte nämlich nicht zum Wunschkatalog aus dem Stadtteil. Mit dem Bauwerk wurde eine Fläche mit Pflaster und Treppenstufen durch das kleine Wäldchen zum Kirschenberg geschaffen. Informiert über die nicht unbedeutende Baumaßnahme indes wurden die Bürgervertretung und Ortsvorsteherin Elke Victor zunächst nicht.

Drei Wochen sei schweres Gerät im Einsatz gewesen, »eine Information wäre nicht schlecht gewesen«, sagte sie auf Anfrage des Anzeigers. Vom Gartenamt wurde Victor, nachdem im »Räärer«, dem Info-Blatt für Rödgen, ein Artikel zur neuen Treppe mit kritischen Äußerungen zur nicht stattgefundenen Kommunikation über den Ablauf erschien, informiert. Eine neue Ausbildungsgruppe im Gartenamt baute die Treppe im Rahmen eines Projekts, erfuhr die Ortsvorsteherin durch einen Anruf aus dem Amt. Die Arbeiten sind fertiggestellt, auf neuen Stufen und Pflastersteinen kann man die Verbindung zwischen Kirschenberg und der Straße am Sportplatz trockenen Fußes begehen. Was noch fehlt, ist ein Geländer.

Elke Victor meint, als weiteres Projekt könnten die jungen Leute doch auch beim Teich Hand anlegen und das Gelände pflegen. Das macht im Moment noch ein älterer Herr, der zugesagt hat, das solange zu übernehmen, wie er dazu in der Lage ist.

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