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»Ulai Stylez« sagt Tschüss

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Die Einnahmen aus dem Verkauf der letzten »Ulai«-Produkte kommen der »Station Peiper« zugute. © Ulai Stylez

Sascha Wesselhoft verabschiedet die kultige Manisch-Marke »Ulai Stylez« aus Gießen mit einem Benefiz-Ausverkauf am 19. März. Die Einnahmen kommen der »Station Peiper« zugute.

Gießen (sgl). Dem Manischen eine Plattform bieten und somit zum Überleben der Sprache beitragen - diese Idee hatte Sascha Wesselhoft 2013, als er sich - nicht ahnend, was er damit lostreten würde - anlässlich des Gießener Stadtfestes eine Baseball-Mütze mit dem Ausruf »Ulai« versah. Seitdem hat sich »Ulai Stylez« zu einer amtlichen Marke mit einem gut gefüllten Online-Shop entwickelt. Längst gibt es auch T-Shirts, Hoodies, Tassen und andere Accessoires. Doch damit macht Wesselhoft nun Schluss. Unter anderem die Corona-Pandemie habe dazu beigetragen, dass das Geschäft eingebrochen ist. »Es sind nicht nur die Zahlen auf der Webseite und im Shop«, erklärt Wesselhoft in einer Pressemitteilung, »vor allem die Teilnahme an Events hat das Ganze ausgemacht. Das alles war in den vergangenen beiden Jahren nicht möglich«. Es sei daher an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen. Gleichzeitig ruft er seine Fans zum »Latscho Last Call« auf. Am Samstag, 19. März, ist er von 10 bis 17 Uhr mit einem Stand neben dem Barbershop in der Katharinengasse zu finden und lädt zum großen Ausverkauf: »Wir packen alles ein, was noch im Lager liegt und haben außerdem ein paar alte Motive wiederbelebt«.

Nach dem Event wird es die Artikel von »Ulai Stylez« nicht mehr zu kaufen geben. Alle Einnahmen sollen der »Station Peiper« am Uniklinikum Gießen zugute kommen. Für die Kinderkrebsstation hat er schon häufiger Benefiz-Aktionen initiiert, etwa 2015 zum Stadtfest.

Nach dem Start mit den Kappen wuchs »Ulai Stylez« kontinuierlich. Schnell folgten erste T-Shirts. Das erste erschienene Motiv war jenes mit dem Schriftzug »Ticks Muij Tschabo« - bis heute der Bestseller. »Irgendwann waren wir ausverkauft und kamen mit der Produktion nicht mehr nach«, erinnert sich Sascha Wesselhoft. Bis heute arbeitet er mit »T-Shirt Line« in Wieseck zusammen. »Denn mir war es vom ersten Tag an wichtig, lokale Partner zu haben.« 2014 startete zudem die Kooperation mit dem Barbershop.

Die Fangemeinde wuchs und wuchs. »Der Wahnsinn - plötzlich kriegten wir Bilder von Menschen mit ›Ulai›-Artikeln aus der Schweiz, aus Österreich, den USA, Brasilien und Namibia.« Ein unvergesslicher Moment für Wesselhoft, denn der Gruß kam aus einem Waisenhaus. »Nichts macht mich glücklicher, als anderen Menschen eine Freude zu bereiten«. Wenn er von »Wir« spricht, meint er übrigens alle, die »Ulai Stylez« bisher in irgendeiner Form unterstützt haben. »Ich bin ja Einzelunternehmer im Nebengewerbe.« Jetzt aber heißt es: »Wir sagen tschüss und: Ulai!«

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