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Ungelöste Konflikte in der östlichen Nachbarschaft der EU

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Gießen (red). Der Angriffskrieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine erschüttert die Welt und stellt die bisherige internationale Zusammenarbeit in vielen politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und akademischen Belangen grundlegend infrage. Er zielt darauf ab, den souveränen ukrainischen Staat zu zerstören - durch Bombardierungen, Vertreibung und weitere Kriegsverbrechen gegen die ukrainische Bevölkerung.

Damit erschüttert dieser Krieg sowohl die europäische Sicherheitsarchitektur als auch die europäische Werteordnung in ihren Grundfesten.

Die Ringvorlesung des Präsidenten der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) widmet sich in diesem Wintersemester unter dem Titel »Unser Krieg? Die Zukunft der Ukraine und die Neuordnung der Welt« den zentralen Fragen dieser fundamentalen Krise.

In der Auftaktveranstaltung im neuen Jahr am Montag, 16. Januar, geht es der Politikwissenschaftlerin Dr. Sabine Fischer um eine vergleichende Reflexion unter dem Titel »30 Jahre ungelöste Konflikte in der östlichen Nachbarschaft der EU und nun Russlands Krieg gegen die Ukraine«. Sie setzt den russischen Krieg gegen die Ukraine in den Kontext der Geschichte ungelöster Konflikte in der östlichen Nachbarschaft der EU.

In ihrem Vortrag - Beginn 19 Uhr - erläutert sie die Konflikte in ihrer Struktur und Entstehung und analysiert die Entwicklung der russischen Politik in den Konflikten seit dem Zerfall der Sowjetunion. Es folgt der Vergleich zwischen den »alten« ungelösten Konflikten und Russlands Krieg gegen die Ukraine.

Abschließend setzt sich Dr. Fischer mit den Gründen auseinander, aus denen Moskau von der limitierten Aggression zwischen 2014 und 2022 zu einem breit angelegten Vernichtungskrieg übergegangen ist.

Die Vorträge sind sowohl in Präsenz in der Aula im Universitätshauptgebäude als auch digital als Livestream zu verfolgen: www.uni-giessen.de/ringvorlesung.

Die nächste Ringvorlesung am 24. Januar steht unter dem Titel »Die deutsche historische Verantwortung gegenüber der Ukraine annehmen«. Referentin ist Marieluise Beck, Direktorin Ostmitteleuropa/Osteuropa im Zentrum Liberale Moderne Berlin-Kyjiw-Moskau.

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