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Unter den besten Deutschlands

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Zufrieden nach der Besichtigungstour: Anke Fink (stellvertretende Leiterin der LUS), die Jurymitglieder Jan von der Gathen, Maike Drewes, Dr. Kai Maaz und Lutz Bessel sowie Schulleiter Dr. Jan-Hendrik Schneider. Foto: Czernek © Czernek

Die Ludwig-Uhland-Schule, Grundschule in Gießen, hat es ins Finale um den deutschen Schulpreis geschafft. Allein das ist schon eine Auszeichnung, freut sich Rektor Hendrik Schneider.

Gießen. Die Ludwig-Uhland-Schule (LUS) gehört zu den besten Schulen Deutschlands: Sie ist unter den 20 Schulen, die es ins Finale um den deutschen Schulpreis geschafft haben, der von der Robert-Bosch-Stiftung und der Heidehofstiftung in jedem Jahr vergeben wird. 92 Schulen aller Bereiche und Größenordnungen haben sich an diesem Wettbewerb in diesem Jahr beteiligt. »Dass wir unter die 20 besten gekommen sind, das allein ist für uns bereits schon eine Auszeichnung«, freut sich Rektor Dr. Jan-Hendrik Schneider.

In der zweiten Wettbewerbsrunde erhielten die »Top 20« Besuch von einer Jury, die die Konzepte und das allgemeine Schulklima in Augenschein nehmen. Am Montag und Dienstag war nun die Grundschule am Aulweg an der Reihe. Lutz Bessel (Robert-Bosch-Stiftung, deutscher Schulpreis) Jan von der Gathen (Schulrat, Essen), Maike Drewes (Schulleiterin, Hamburg) und Dr. Kai Maaz (DIPF Leibnitz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation) suchten das Gespräch mit Schülern, Elternvertretern und dem Kollegium.

Das Ergebnis konnten die Mitglieder im Anschluss noch nicht mitteilen, jedoch fiel ihnen Folgendes auf: Die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern ist sehr eng. »Sie sprechen von ihrer Klasse. Das zeigt einen hohen Identifikationsgrad«, sagte Drewes dazu. Ebenso positiv nahmen sie wahr, dass frühzeitig mit dem Übergang zwischen der Kita und der Grundschule begonnen werde. Dem Team fiel weiterhin positiv auf, wie stark auch die Lehrkräfte jahrgangsbezogen miteinander arbeiten würden.

»Es ist hier eine gelebte Grundhaltung, dass man gemeinsam auf den Unterricht schaut«, erkannte von der Gathen. Hier fügt sich stimmig auch das dritte positive Merkmal ein: Der Jury fiel die hohe soziale Kompetenz auf, mit der die Kinder untereinander agierten. »Das spielgelt die Grundlage für ein späteres Erwachsensein«, sagte Bessel. Was dies für die Gesamtbewertung bedeutet, darüber ließen sich die Mitglieder nicht aus. Die Ergebnisse werden nun zusammengetragen und zehn Schulen werden daraus für den deutschen Schulpreis 2022 ermittelt. Das soll laut Aussage von Bessel Anfang Juli geschehen, dann erfahren die Schulen, ob sie ein Runde weiter sind.

Diese ausgewählten Schulen erhalten eine Einladung zur Preisverleihung am 28. September in Berlin. Der erste Preis ist mit 100 000 Euro dotiert, weitere sechs Schulen erhalten jeweils 20 000 Euro. Die Preise wird Bundeskanzler Olaf Scholz übergeben. Alle weiteren Schulen, die unter die ersten 20 kamen, erhalten einen Anerkennungspreis in Höhe von 5000 Euro.

Seit dem Start des Programms haben sich rund 2500 Schulen beteiligt. Die Jury bewertet jeweils sechs Qualitätsbereiche: »Unterrichtsqualität«, »Leistung«, »Umgang mit Vielfalt«, »Verantwortung«, »Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner« und »Schule als lernende Institution«. In diesem Jahr steht der Fokus auf den Bereich »Unterrichtsqualität« und in diesem Bereich konnte die Schule einige Pluspunkte sammeln.

Im Nachgang bietet die Jury jeder Schule eine Feedback-Runde an, die die Uhland-Schule auf alle Fälle auch nutzen möchte. »Gerade daraus können wir enorm viel für unsere tägliche Arbeit heraus ziehen«, so Schneider. »Wir sind unglaublich stolz, darauf, dass wir so weit in diesem Verfahren gekommen sind«, betont Schneider. Er hat sich bereits in früheren Jahren die Bedingungen zur Teilnahme angesehen hatte, doch »da waren wir noch nicht so weit«. Erst als sich die Schule dem Vorgang der pädagogisch selbstständigen Schule gestellt und diesen auch erfolgreich absolviert hatte, war der Zeitpunkt auch für diesen Schritt gekommen.

Falls sie zu den Gewinnern gehören würden, haben die Schüler und das Kollegium schon Ideen für die Verwendung des Geldes. »Da fällt uns eine Menge ein, je nachdem wie hoch der Betrag ausfällt«, versicherte Schneider.

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