Unterstützer und Förderer gesucht

Gießen (red), »Seit acht Jahren hat sich unter der Ägide des Fördervereins St. Thomas Morus die Kulturkirche als Spielstätte im Gießener Osten etabliert«, heißt es in einer Pressemitteilung. Das breite Spektrum reiche von Chor-Auftritten und kirchenmusikalischen Konzerten, hin zur Popularmusik und Aufführungen der Neuen Improvisierten Musik, von Lesungen bis Ausstellungen.

»Begegnung fördern, Identität schaffen«, so lautet die Devise der Beteiligten.

Nun haben die Mitglieder des Fördervereins St. Thomas Morus in ihrer jüngsten Mitgliederversammlung eine Satzungsänderung beschlossen. Aus den bisherigen »Freunden und Förderern der Pfarrei St. Thomas Morus« wird der »Förderverein Kulturkirche St. Thomas Morus.«

Vor dem Hintergrund struktureller Veränderungen im Bistum Mainz, die die Zusammenlegung der bisherigen drei Pfarreien St. Albertus, St. Bonifatius und St. Thomas Morus zu einer Pfarrei betrifft, sei diese Anpassung erfolgt, wie es in der Pressemitteilung heißt. Mit dem Förderverein bekomme die Kulturkirche St. Thomas Morus nun ein Gesicht.

Laut Satzungszweck unterstützt »der Verein hauptsächlich Projekte mit dem Ziel, ein Miteinander im christlichen Geiste zu fördern; eine aufgeklärte Kirche als Teil der Gesellschaft darzustellen; ein Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Kultur und Kirche zu schaffen sowie interkulturelle Kontakte zu ermöglichen und zu fördern.«

Die Pandemie in den letzten Jahren habe diesen Prozess nun weiter beschleunigt. Mit der Sommerkulturkirche »unter den Platanen« oder dem »fastenZEITraum für Neue Improvisierte Musik« seien neue Formate entwickelt worden. Ein ökumenischer Pilgerweg entlang des historischen Butterwegs verbindet St. Thomas Morus mit der Vitos-Kapelle, der Andreaskirche im Eichendorffring und der Evangelischen Kirche Annerod.

Das Ziel des Fördervereins sei es nun nicht nur, ein kulturelles, sondern auch ein interreligiöses Zentrum zu werden. Seit 2015 beherbergt St. Thomas Morus die eritreisch-orthodoxe »Abune Aregawi«-Gemeinde. Vorübergehend kam seit dem ersten Advent auch die benachbarte, evangelische Wicherngemeinde hinzu. Das mache St. Thomas Morus nach dem Wetzlarer Dom zur zweiten und damit offiziellen Simultankirche in der Region.

Das Programm der Kulturkirche werde nicht durch allgemeine Kirchensteuern finanziert. Wie es in der Mitteilung heißt, erfolgt »das Engagement des Fördervereins ausschließlich ehrenamtlich«. Deswegen werden Unterstützer und Förderer gesucht. Mit einem jährlichen Betrag in Höhe von mindestens 30 Euro kann man die Arbeit und das Programm der Kulturkirche unterstützen. Über die Homepage www.mitmachen. morusfreunde.de kann der Mitgliedschaftsantrag online gestellt werden. Wer sich darüber hinaus engagieren möchte, kann sich auch per E-Mail unter der Adresse info@morusfreunde.de an den Vorstand wenden.

Der aktuelle Vorstand besteht aus Jakob Ch. Handrack ( Vorsitzender), Thomas G. Ransbach (Stellvertreter), Isabell Starch-Sommer (Schriftführerin), Thomas Münchberg (Schatzmeister), Hildegard Pilawa, Fatma Borchardt, Ingeborg Stephan-Kesper, Florian Keßler (alle Beisitzer) sowie Pfr. Matthias Schmid (Beirat).

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