Vandalismus: Schaden von 70 000 Euro an Schule in Kleinlinden

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GIESSEN-KLEINLINDEN - (bl). An der Brüder-Grimm-Schule in Kleinlinden haben Unbekannte in der Nacht zum Dienstag einen Schaden von circa 70 000 Euro angerichtet. Die Täter hatten mittels schwarzer und pinker Farbe an etwa 70 Stellen entlang der Fassade und der Fensterscheiben sich mehrfach wiederholende Symbole/"Tags" (Foto) mit der Anmutung von Graffiti hinterlassen, teilt die Polizei am Freitag mit.

Ein politisch motivierter Hintergrund könne ausgeschlossen werden, dafür fehlten die Anhaltspunkte, so Polizeisprecher Jörg Reinemer auf Anfrage. Es handele sich vielmehr um mutwilligen Vandalismus. Zwar gebe es Hinweise auf weitere Vorfälle, die sich bereits früher ereignet haben, "nicht jedoch in dieser Dimension". Zeugen werden gebeten, sich unter 0641/7006-3555 zu melden.

Erst vor anderthalb Wochen war im Ortsbeirat davon die Rede, dass eine Häufung von Vandalismusschäden und Ruhestörungen im Stadtteil nicht bestätigt werden könne. Gerade auch die Schule sei "kein Hotspot", sagte Stadträtin Astrid Eibelshäuser. Trotzdem seien Ordnungs- und Landespolizei nach einem "Runden Tisch" sensibilisiert. Nach Überzeugung von Ortsvorsteher Dr. Klaus Dieter Greilich "existiert sehr wohl ein Vandalismusproblem, nur wird das leider negiert". Anwohner hätten sich schon häufiger bei ihm beschwert. Als ein Defizit hat der Liberale identifiziert, dass es in Kleinlinden an alternativen Angeboten für Jugendliche mangele. Die Jugendsozialarbeit müsste ebenfalls intensiviert werden. Zudem moniert Greilich, dass die Schranke zum Schulhof permanent offen stehe. Das nutzte zum Beispiel Ende August ein 18-Jähriger aus, um dort alkoholisiert mit einem Fahrzeug zu "driften". Dabei verlor er die Kontrolle und kollidierte mit einer Sitzbank. Foto: Polizei

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