1. Startseite
  2. Stadt Gießen

Varianten für den Uferweg

Erstellt:

Gießen (olz). Bereits im Februar hat das Hungener Unternehmen »ETN Erdbaulaboratorium Tropp - Neff u. Partner« den »Geotechnischen Kurzbericht 02« zum Sanierungskonzept für die Abdichtung des Schwanenteiches vorgelegt. Darin macht das Büro insgesamt sechs Sanierungsvorschläge. Priorisiert sind sie nach einem Punktesystem, das Sanierungserfolg, Gewässerschutz, Naturschutz, nachbauzeitige Schäden sowie Schätzkosten als Bewertungsmaßstab anlegt.

Vorschläge nach Rangliste

Auf dem ersten Platz steht mit der Variante 1a eine sogenannte Dichtungsvorschüttung. »Bei dieser Variante wird der vorhandene Damm nur geringfügig angegriffen (Entfernung Bewuchs und Herstellung einer »Verzahnung«) und ein Dichtungskörper vor dem vorhandenen Damm errichtet«, heißt es dazu im Bericht. Die Kosten schätzt das Büro auf 42 600 Euro netto. Rang zwei erreicht das Sanierungskonzept 1, bei dem ein Teil des alten Dammes abgerissen und neu gebaut würde. Geschätzte Kosten: 68 000 Euro. Der Dichtungsschlitz erreicht als Sanierungsvariante zwei den dritten Platz. Heißt: Im Uferweg würde ein kleiner Graben gezogen und etwa mit Beton verfüllt. Dies würde nach Schätzung des Büros 55 000 Euro kosten. Varianten 4a und 4b stehen auf den Rängen vier und sechs. Es handelt sich dabei um den Einbau von vier oder acht Meter tiefen Spundwänden. Die Kosten lägen bei etwa 94 000 Euro und 185 000 Euro. Der Injektionsschleier erreicht Platz fünf. »Für die Herstellung eines Injektionsschleiers sind senkrechte Bohrungen in den Damm bis etwa drei Meter Tiefe erforderlich. Innerhalb der Bohrlöcher erfolgen dann über Lanzen Niederdruckinjektionen in den Dammkörper. Als Injektionsmittel ist eine zementbasierende Suspension (chromatarm zum Gewässerschutz) zu empfehlen. Hierdurch werden Hohlräume und größere Porenräume im Dammkörper verfüllt«, ist dazu im Bericht nachzulesen. Das Büro rechnet mit Kosten von 80 000 Euro.

Auch interessant