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Veranstaltungen in allen Tonlagen

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Haben wieder viel vor: Jakob Handrack (rechts) und sein Stellvertreter Thomas Ransbach vom Förderverein Kulturkirche St. Thomas Morus. © Czernek

Gießen (bjn). Der dem kulturellen Leben der Stadt zusetzenden Corona-Pandemie zum Trotz hat sich der Förderverein der Gießener Kulturkirche St. Thomas Morus für dieses Jahr wieder ein umfangreiches und ambitioniertes Programm vorgenommen. Es reicht von geistlicher Musik über einen Bluesgottesdienst bis hin zu experimentellen Klängen. Christian Lugerth ist erneut mit seiner Annäherung an den Ost-Liedermacher Gundermann zu Gast.

Zudem stehen eine Ausstellung zu »Klimaflucht«, die Ergebnisse eines Fotowettbewerbs sowie ein Stummfilmklassiker mit Orgelbegleitung ebenso im Terminkalender der ehrenamtlich arbeitenden Organisatoren wie Veranstaltungen des Krimifestivals im Herbst. Jetzt stellten Jakob Handrack und Thomas Ransbach, Vorsitzender und Zweiter Vorsitzender des Fördervereins Kulturkirche St. Thomas Morus, das Jahresprogramm bei einem Pressegespräch vor. Es dürfte das Areal an der Grünberger Straße einmal mehr zu einem der lebendigsten städtischen Kulturstandorte machen.

Den musikalischen Auftakt gibt es am 5. März mit der im vergangenen Jahr begonnenen Reihe »FastenZeitraum - Forum für Neue Improvisierte Musik«, bei dem das »Trio Anglicore« für »Engelsklänge und Himmelsmusik« sorgt. Während der Fastenzeit folgen dann fünf weitere Termine, immer samstags von 17 bis 18 Uhr, bei denen Improvisationen »als unerschöpfliche Quelle der Spiritualität« dienen sollen, wie es in der Einladung heißt. Zu erleben sind renommierte Profis wie das Duo Markus Wach und Stephan Pussel (19. März) mit perkussiver Weltmusik oder Richard Millig von der Frankfurter Kunst- und Kulturkirche Allerheiligen (26. März). Ganz anders klingt das Rachmaninov A-Capella- Ensemble, das am 17. März tiefreligiöse Weisen der russisch-orthodoxen Kirche im Repertoire hat. Zweimal musste der Auftritt wegen der Pandemie bereits abgesagt werden, nun folgt der dritte Anlauf der Formation. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei.

Überhaupt ist dem vor wenigen Wochen neugegründeten Förderverein wichtig zu betonen, dass »wir ein niedrigschwelliges Angebot machen, das auch mit schmalem Geldbeutel besucht werden kann», wie Thomas Ransbach betont. Und der auch selbst als Musiker am Programm beteiligte Jakob Handrack ergänzt: »Wichtig ist uns natürlich auch der theologische Zugang, die spirituelle Seite«.

Weiter geht es am 15. Mai mit einem klassischen Frühlingskonzert für Flöte und Klavier. Zu Gast sind dann die Flötistin Sabine Dreier und die Pianistin Karen Tanaka. Und am 23. September wird der Stummfilmklassiker »Nosferatu« von Friedrich Wilhelm Murnau auf der Leinwand gezeigt. Dazu spielt der Kasseler Organist und Improvisateur Peter Schlechta live auf der Orgel. Fortgesetzt werden zudem die Reihen der Orgelvesper (ab 17. April) sowie der Sommerkulturkirche »unter den Platanen« (ab 2. Juli) und »Open Stage« (17. Juni und 15. Juli) mit Musik von und für Jedermann.

Jenseits der Musik wird am 7. März die Ausstellung »Klimaflucht« der Deutschen Klimastiftung in der Kirche eröffnet. Dabei erzählen 14 lebensgroße Figuren in Audiobeiträgen, stellvertretend für verschiedene Gegenden und Regionen der Welt, ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Klimawandel und den daraus resultierenden Ursachen für Flucht und Migration.

So vielfältig das eventuell noch um weitere Auftritte ergänzte Programm auch ausfällt, es sorgt auch für einen immer größeren Arbeitsaufwand. So würde sich der Förderverein über Spender ebenso freuen wie über tatkäftige Unterstützung. Wer Interesse hat: Die erste Sitzung des neuformierten Gremiums findet heute als Videokonferenz statt. Der Link ist ebenso über die Homepage der Kulturkirche zu finden, wie weitere Informationen zu den einzelnen Terminen: www.thomas-morus-giessen.de.

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