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Verbrüht, verbrannt, verätzt

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Das Expertenteam am EV: Oberarzt Silvester von Bülow, Oberärztin Tanja Kheiri und Torsten Schloßhauer, Chefarzt der Klinik für Plastische-, Ästhetische-, Rekonstruktive- und Handchirurgie. © EV Krankenhaus

Gießen (red). Verbrennungen und Verbrühungen zählen zu den besonders häufigen und auch gefährlichen Alltagsverletzungen an dem größten und empfindlichsten Organ des Menschen - der Haut. Wird sie verbrüht, verbrannt, verätzt, durch Strom oder Blitzschlag verletzt, beginnt ein schmerzhafter und langwieriger Heilungsprozess.

Während eine leichte (erstgradige oder oberflächliche zweitgradige) Verbrennung meist von selbst verheilt, erfordern schwerere Verbrennungen (tief zweitgradige und drittgradige) plastisch-chirurgische Hilfe.

Die Klinik für Plastische-, Ästhetische-, Rekonstruktive- und Handchirurgie am Agaplesion Evangelisches Krankenhaus Mittelhessen (EV) befasst sich genau mit diesen Notfällen und schließt damit eine schon lange bestehende Versorgungslücke in der Region. Neben der Versorgung von Patienten mit Brandverletzungen im stationären Bereich, kann darüber hinaus eine ambulante Behandlung während der Sprechstunden in der Klinik erfolgen. Auch die Sekundärbehandlung ist Teil der Verbrennungschirurgie. Hierzu gehören die Wiederherstellung von Bewegungsfunktionen, etwa bei verbrannten und vernarbten Gelenken ebenso wie die ästhetische Wiederherstellung bei entstellenden Narben oder Brandmalen, schreibt die Klinik in einer Pressemitteilung. Patientinnen und Patienten mit schwersten Verbrennungsverletzungen, für die eine Zentrumsindikation besteht, werden in enger Zusammenarbeit durch kooperierende Zentren für Schwerbrandverletzte, zügig in ein entsprechendes Zentrum verlegt.

Von leicht bis lebensbedrohlich

Thermische Verletzungen durch Hitzeeinwirkung stellen ein Spektrum von leichten Bagatellverletzungen bis hin zu lebensbedrohlichen Traumen dar. Eine wichtige Aufgabe der Plastischen Chirurgie ist die Behandlung von akuten Verbrennungen und Verbrennungsfolgen, wird weiter ausgeführt.

Dr. Torsten Schloßhauer, Chefarzt der Klinik für Plastische-, Ästhetische-, Rekonstruktive- und Handchirurgie erläutert: »Mein Team und ich konnten langjährige Erfahrungen in großen deutschen Zentren für Verbrennungsmedizin gewinnen. Bei der Behandlung von Verbrennungen folgen wir den Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin. Ein Schwerpunkt liegt auf der Wiederherstellung von Form und Funktion der betroffenen Körperpartien. Dabei kommen alle Techniken der Plastischen Chirurgie zum Einsatz. Oberärztin Dr. Tanja Kheiri hat darüber hinaus bei der Erstellung der nationalen Leitlinie zur Behandlung von Verbrennungsverletzungen mitgewirkt«.

»Wir sind stolz mit unserer ausgewiesenen Fachexpertise eine leitliniengerechte, konservative und operative Versorgung bei allen thermisch bedingten Verletzungen in Gießen bieten zu können und damit eine wichtige Versorgungslücke zu schließen«, betont Geschäftsführer Markus Schäfer.

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