Verfahren gegen Aktivistin startet am 13. Januar

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GIESSEN - (ib). Die 3. Kleine Strafkammer des Landgerichts Gießen verhandelt ab Donnerstag, 13. Januar 2022, im Berufungsverfahren gegen die ihre Identität bislang nicht preisgebende unbekannte weibliche Person („uwP1“), auch als „Ella“ bekannt. „Ella“ wurde im November 2020 bei Protesten gegen den Ausbau der A 49 im Dannenröder Wald verhaftet. Das Amtsgericht Alsfeld hatte sie am 23.

Juni dieses Jahres wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte in zwei Fällen in Tateinheit mit Widerstand gegen diese beiden und gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen und zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Gegen dieses Urteil haben sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Angeklagte Berufung eingelegt. Am vorigen Samstag hatte der Verteidiger der Aktivistin einen Antrag auf Haftentlassung gestellt, weil er seine Mandantin durch einen Film aus Unterstützerkreisen, der auch Videomaterial der Polizei enthält, entlastet sieht (der Anzeiger berichtete). Nach einem Wechsel in der Verteidigung der Angeklagten hat der zuständige Richter allerdings bislang noch nicht entschieden, ob der Antrag des mittlerweile ehemaligen Verteidigers überhaupt zulässig war, teilte der Pressesprecher des Landgerichts, Dr. Alexander Schmitt-Kästner, auf Anfrage mit.

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