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»Verlässliche Perspektiven schaffen«

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Gießen (red). Gewerkschaften und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) verhandeln über die Befristungspraxis an hessischen Hochschulen. Aus diesem Grund hatten GEW, ver.di und die Unbefristet-Initiativen zu einem Aktionstag am Dienstag zum Thema »Tempo machen bei Entfristungen« aufgerufen.

Dazu erklärt die Gießener Landtagsabgeordnete Nina Heidt-Sommer (SPD): »Im wissenschaftlichen Mittelbau hessischer Hochschulen sind befristete Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse die mit Abstand häufigste Form der Beschäftigung. Diese Beschäftigungsverhältnisse sind prekär und schrecken den wissenschaftlichen Nachwuchs gerade in wichtigen Zukunftsfächern von einer akademischen Karriere ab. Überall an den Hochschulen herrscht eine enorme Belastung durch Arbeitsverdichtung.«

Heidt-Sommer kritisiert in der Presseerklärung weiter, die schwarz-grüne Landesregierung habe zwar einen »Kodex für gute Arbeit an Hessens Hochschulen« eingeführt, jedoch unterlassen, diesen, wie von der SPD-Fraktion mit einem Antrag gefordert, gesetzlich verbindlich festzuschreiben. Es bleibe Ziel der sozialdemokratischen Landtagsfraktion, diesen Kodex für gute Arbeit an Hochschulen inhaltlich zu erweitern und auf alle Hochschulbeschäftigten auszuweiten und gesetzlich zu normieren. »Die Beschäftigten an hessischen Hochschulen brauchen verlässliche Perspektiven.«

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