1. Startseite
  2. Stadt Gießen

Viel Sonnenschein und wenig Regen

Erstellt:

Die Temperatur kletterte im Vormonat in Gießen bis auf 20 Grad Celsius. Hoher Luftdruck vertrieb zumeist die Schlechtwetter-Fronten. Doch nicht alles war im März positiv.

Gießen . Der meteorologische Frühlingsanfang am 1. März und der kalendarische am 20. des Monats zeigten sich fast identisch: An beiden Tagen fiel kein Regen, die Sonne schien nach kalter Nacht mit frostigen minus 6,4 Grad Celsius am ersten Märztag 7,6 Stunden lang, und das freute die Menschen besonders, denn es war ein Sonntag. Zeit also, um nach den trüben Februartagen hinaus ins Freie zu gehen und bei böigem Wind unterwegs zu sein und die erwachende Natur zu betrachten. Warm eingepackt nutzten viele den Sonnentag, der allerdings das Thermometer nur auf 6,7 Grad trieb.

Um 16:32:39 Uhr Mitteleuropäischer Zeit zog der kalendarische Frühling am 20. März ein - es war wiederum ein Sonntag und er hinterließ eine vielversprechende Visitenkarte, sorgte für gute Laune. 7,7 Stunden lachte die Sonne dieses Mal und erwärmte die Luft auf 14,4 Grad, nachts war es frostfrei. Die warme Winterbekleidung war in den Folgetagen nicht mehr gefragt. Am 28. des Monats stieg die Temperatur auf den Rekordwert von 20 Grad, doch so sollte es nicht bleiben. Gießen reichte mit diesem Wert fast an die Spitze der Rekordtemperaturen heran, der Höchstwert wurde im Süden von Deutschland, in Regensburg, mit 23 Grad registriert.

Schließlich stand der April vor der Tür und so wurden am letzten Märztag nur noch 6.1 Grad vom Wetterdienst Q.met gemessen. 11,4 Stunden lang ließ sich die Sonne am 27. blicken, erwärmte dabei die Luft auf 18 Grad. Dann ging es mit den Temperaturen wieder abwärts, leichte Niederschläge und wenig Sonne beendeten das vielversprechende Intermezzo. Mit 243 Sonnenstunden insgesamt wurde ein ungewöhnlich hoher Wert für den dritten Monat im Jahr erreicht, das vieljährige Mittel (von 1961 bis 1990) liegt bei 107 Stunden, die Abweichung in Prozent beträgt 227,10 Prozent.

Den ersten Frühlingsmonat 2022 begleitete eine außergewöhnlich lange Schönwetterperiode. Dies zeigte sich mit hohem Luftdruck, der auf neue Rekordwerte stieg. 1015,9 Hektopascal (hPa) zeigte das Barometer am 18. März in Gießen und erwies sich damit als März-Höchstwert. Die Folge war, dass wir von den Tiefdruckgebieten auf ihrer West-Ost-Zugbahn verschont blieben und nur unbedeutende Ausläufer die Region streiften. Dies führte zu einer ungewöhnlich langen trockenen und sehr sonnigen Witterungsphase. Wo viel Licht, da gab es aber auch Schatten: Der Frühlingsmonat war mit 21,8 Liter Regen pro Quadratmeter in Gießen niederschlagsarm. Das vieljährige Mittel liegt bei 58 Litern, die Abweichung in Prozent vom Mittel beträgt 37,6 Prozent. Die Meteorologen sprechen davon, der März sei zu trocken gewesen, und berichten, der Frühlingsmonat sei der sonnenscheinreichste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1951. Mit 20,7 Metern pro Sekunde als höchste Windspitze zeigte sich am 19., dass das Ende der Sturmsaison noch nicht erreicht ist. Die Böen erreichten an der Station eine Geschwindigkeit von 74,72 km/h, das entspricht Windstärke 8.

Auch interessant