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Viereinhalbjähriger Henri reitet den Dino

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Der viereinhalbjährige Henri reitet den T-Rex. © Schäfer

Der Dinosaurier-Park »Dinoworld Neverland« lockt noch bis Sonntag ins Schiffenberger Tal .

Gießen (rsa). »Die Dinos sind doch ausgestorben«, erklärt mir meine knapp vierjährige Enkelin Emma, als ich sie von der Kita abhole und ihr erzähle, dass wir zu den Dinosauriern fahren wollen. Einerseits hat sie zwar Recht. Doch, die Dinosaurier sind tatsächlich wieder da, zurückgekehrt nach Gießen. Diesmal allerdings nicht wie vor zwölf Jahren als zahlreiche über die gesamte Innenstadt verteilte Exemplare. Noch heute, morgen und am Sonntag letztmalig gastiert auf dem Public Viewing-Gelände im Schiffenberger Tal in der Karl-Glöckner-Straße der Dinopark »Dinoworld Neverland« mit zahlreichen Attraktionen.

Der viereinhalbjährige Henri reitet mit sichtbarem Vergnügen auf einem von zwei sich durch Robotertechnik bewegenden Dinosauriern. Rund vier Dutzend Urzeitechsen sind auf dem weitläufigen Gelände platziert. Große, kleine, welche mit zwei und welche mit vier Beinen, sogar ein schwimmfähiger mit Flossen. Auch ein ganz kleiner, der gerade aus dem Ei geschlüpft ist. Wer von den Erwachsenen Theater für seinen Nachwuchs spielen möchte, kann in eines von vier Dino-Kostümen schlüpfen. Auf etlichen Hüpfburgen - alle natürlich im Dino-Style - können sich die Kleinen austoben, auch mal Karussell fahren.

Mit solchen Hüpfburgen und Karussells habe alles begonnen, erzählt Franziska Endres dem Anzeiger. Ihr Mann Daniel-Jo, in einer Schaustellerfamilie groß geworden, habe ihr ständig in den Ohren gelegen, etwas mit Dinosauriern zu machen. »Als er irgendwann einmal in einem Dinosaurier-Kleid vor mir stand, konnte ich seinem Ansinnen nicht mehr widerstehen.« Im Jahr 2020 sei es dann so weit gewesen, dass sie mit einem 90-minütigen Dino-Programm in Hallen aufgetreten seien. »Nach drei Wochen kam jedoch der erste der Lockdowns.« Dies hätte sie finanziell so stark gebeutelt, dass sie vor der schlimmen Entscheidung gestanden hätten: »Geben wir unseren Lebenstraum auf oder verkaufen wir unser eigenes Haus?« Sie entschlossen sich für den Verkauf und leben seitdem in Wohnwagen als fahrende Schausteller. Die drei 13, 14 und 16 Jahre alten Kinder werden schulisch über den Schaustellerverband unterrichtet. Die Oma sitzt in einem Wagen und kassiert den Eintritt. Dies tut sie noch heute am Freitag von 13 bis 17 Uhr, morgen und Sonntag bereits ab 11 Uhr.

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