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Von »Haifischzähnen« und Smileys

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Tempo 30, Radwege und mehr: Bei der Verkehrsschau mit Bürgermeister Alexander Wright (Grüne) zeigte der Ortsbeirat in Gießen-Allendorf dem Verkehrsdezernenten neuralgische Punkte auf.

Gießen. Bei der Verkehrsschau mit Bürgermeister Alexander Wright (Grüne) zeigte der Ortsbeirat in Allendorf dem Verkehrsdezernenten neuralgische Punkte auf, wo nach Auffassung der Kommunalpolitiker Verbesserungen und Änderungen notwendig sind. Begleitet wurde der Bürgermeister von Vertretern des Tiefbauamtes und der Straßenverkehrsbehörde.

Keinen Schwerverkehr-Transit durch enge Ortsdurchfahrt wollen die Bürgervertreter erreichen, machte Ortsvorsteher Thomas Euler deutlich. Von der Forderung nach »Haifischzähnen« - das sind Markierungen auf der Fahrbahn in Straßen, wo rechts vor links gilt - wollte der Vertreter der Straßenverkehrsbehörde nicht viel wissen. Heuchelheim nannte ein Ortsbeiratsmitglied als gutes Beispiel für die auffälligen weißen Markierungen.

Tempo-30-Zonen

Die Tempo-30-Zonen im Stadtteil sollten generell ausgedehnt werden, zudem will der Ortsbeirat mehr Geschwindigkeitsüberwachungen an verschiedenen Stellen. Außerhalb der Ortslage, an der Einmündung der K 21 zur L 3451 in der Nähe der Mühlen, sieht das Gremium Verbesserungsbedarf, wie die Entschärfung der Einmündung, eine Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer sowie die Fortführung eines Rad- und Gehweges zum Gewerbegebiet Dutenhofen Ost sowie den Bau einer Bushaltestelle für die Linie 11.

Vor der Arztpraxis in der Lache wünschen sich die Beiratsmitglieder Kurzzeitparkplätze. Im Blick haben sie auch Tempo 30 in der Hüttenbergstraße, das soll bis zum Ortsausgang Richtung Lützellinden fortgesetzt werden. Feste Blitzer oder Smileys an der Schule sind eine Forderung für die Sicherheit der Kinder, und auch an die Auffahrhindernisse an den engen Bürgersteigen in der Hüttenbergstraße erinnerte der Ortsvorsteher. Ein Augenmerk legen die Allendorfer auch auf den Schutz des Schulwegs im Bereich Kleefeld/Teilgärtenweg/Krautgärten. Das neue Baugebiet soll an den Verbindungsweg zwischen Kleefeld und Aubach angeschlossen werden.

Der Einsatz von möglichst kleinen Bussen, eventuell auf einer neuen Linie 4, um den gefährlichen Begegnungsverkehr im Bereich Hüttenbergstraße/Untergasse zu entschärfen, war ein Vorschlag, den die Verantwortlichen mit ins Stadthaus nahmen. In die Diskussion wurde auch eine Fußgängerüberquerung vor der Kirche aufgenommen, in der Untergasse könnte ein fester Blitzer installiert und das Tempo durchgängig auf 30 km/h begrenzt werden, schlägt der Ortsbeirat vor.

Eine verkehrsberuhigte Zone zwischen Kreisel und Einmündung »Gerichtsspitz« schwebt den Bürgervertretern vor, sie sprachen auch die von ihnen gewünschte Sanierung der Kleinlindener Straße an, die in der vergangenen Ortsbeiratssitzung ein Thema war. Die Befestigung des Gehweges südlich der Allendorfer Straße und die Umgestaltung des Eingangsbereichs zwischen der vorhandenen Kindertagesstätte und der Erweiterung durch eine Querungshilfe zählten zu den weiteren Wünschen.

Der Magistrat prüft nun die Vorschläge und Anregungen aus der Verkehrsschau, die auch in anderen Stadtteilen durchgeführt wird. Und die Kommunalpolitiker vor Ort hoffen, dass möglichst viel davon umgesetzt wird.

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