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»Vor Publikum bin ich besser«

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Gießen (hsch). Paula und Jakob Brand gehören mit 14 und 12 Jahren zu den älteren Teilnehmern von »Jugend musiziert«, gehen auf die Liebigschule und sind auch nicht zum ersten Mal beim Wettbewerb dabei. Im Interview erzählen sie von der Wahl ihrer Stücke und dem morgigen Wettbewerbssonntag.

Es war ja heute eine richtige Generalprobe für Euch. Wart Ihr ein bisschen nervös?

Paula: »Als ich den letzten Wettbewerb gespielt habe, war ich nervöser.«

Jakob: »Ich am Anfang sehr, aber beim Vortrag ging’s wieder. Es macht auch richtig Spaß.«

Wie habt Ihr Eure Stücke ausgesucht?

Paula: »Das fröhliche Händel-Stück haben meine Geigenlehrerin und ich ausgesucht. Meine Lehrerin meinte, das passt zu mir. Und »Schindlers Liste« (aus dem gleichnamigen Film, Red.) habe ich selbst gewählt, weil ich mich total für dieses Thema interessiere und die Musik einfach toll finde.«

Jakob: »Meine Lehrerin hat mir verschiedene Stücke gegeben. So habe ich mich für Bernhard Romberg entschieden, weil ich langsame Stücke mag, mit denen man Geschichten erzählen kann.«

Habt Ihr Eure Videoproduktion jetzt schon im Kasten?

Paula: »Die wird am Sonntag hier im Levi-Saal stattfinden. Es ist dann nur die Familie da, dazu Lehrer und Klavierbegleiter, dann wird aufgezeichnet. Jeder muss selbst filmen, es werden nur der Raum und die Kamera zur Verfügung gestellt.«

Was ist das Besondere, wenn man solch einen Auftritt für ein Video produziert?

Jakob: »Das Tolle ist, man darf es mehrmals spielen (lacht). Ich habe Glück gehabt, dass heute Leute da waren, denn vor Publikum bin ich besser. Aber es ist schon besonders, wenn man weiß, dass man beim Wettbewerb wiederholen kann. Das ist dann etwas komisch.«

Inwiefern?

Jakob: »Es ist anders, weil man weiß, dass man es theoretisch nochmal machen kann. Vielleicht spielt man dann nicht so gut.«

Weil die letzte Anspannung fehlt?

Jakob: »Genau.«

Paula: »Normalerweise spiele ich vor Publikum auch besser. Mit dem Video muss man sich halt vorstellen: Jetzt spiel ich’s einmal, und dann muss es gut sein. Ich freu mich jedenfalls, wenn ich’s beim ersten Mal hinkriege.«

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