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Vorstandstrio an der Spitze des SkF

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Dr. Elisabeth Linn © SkF/Friese

Gießen (red). Die Mitgliederversammlung des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) e.V. Gießen hat einen neuen Vorstand gewählt. Das Trio mit Dr. Elisabeth Linn als neue Vorsitzende und Gisela Lich sowie Christine Wissel als Vorstandsmitglieder übernimmt die Aufgaben der Vorgängerinnen. Maria Graubert-Bellinger, Eva Pröhl und Gerlinde de Carné hatten zusammen seit acht Jahren den Vorstand gebildet.

Maria Graubert-Bellinger, zuletzt Vorsitzende, hatte insgesamt 24 Jahre Vorstandsverantwortung inne, Eva Pröhl acht Jahre und Gerlinde de Carné zwölf Jahre.

Nach insgesamt 45 Jahren Vorstandstätigkeit scheidet auch Johanna Dautzenroth aus, die mehrmals Vorsitzende und zuletzt kooptiertes Mitglied war. Allen vier Frauen wurde vom SkF-Gesamtverein als Anerkennung für ihre Dienste der SkF-Kristall durch das Bundesvorstandsmitglied Stefanie Sassenrath überreicht.

Für Kontinuität in der Vorstandsarbeit sorgt Dr. Elisabeth Linn, die seit 2020 als kooptiertes Mitglied im Gremium mitarbeitet. Viele Aufgaben warten auf den neuen Vorstand, der sich am Tag nach der Wahl gleich zur Klausur zurückgezogen hat. Der SkF ist in Gießen Träger von zwölf sozialen Einrichtungen, in denen rund 240 Mitarbeitende beschäftigt sind. Darunter sind drei große Familienzentren und Kindertagesstätten, das AGNES Fördernetzwerk mit stationären Wohngruppen der inklusiven Jugendhilfe und mehrere Beratungsstellen.

Auch wenn der Vorstand beim SkF heute nicht mehr operativ tätig ist, so hat er doch eine übergeordnete Steuerungsfunktion. »Wir sind froh, dass wir wieder drei engagierte und mutige Frauen gefunden haben, die bereit sind, in ihrer Freizeit eine soziale Organisation in der Größenordnung eines mittelständischen Unternehmens zu steuern«, freut sich Geschäftsführerin Yvonne Fritz. »Ich habe die Stunden, die ich eingebracht habe, nie gezählt und selten bedauert«, betont die scheidende Vorsitzende Maria Graubert-Bellinger. Für sie sei im Mittelpunkt gestanden, etwas Sinnvolles zu gestalten und ihren Horizont zu erweitern.

Den Nachfolgerinnen gibt sie mit auf den Weg: »Suchen Sie bei allen unterschiedlichen Meinungen stets einen Konsens, und bleiben Sie, wenn möglich, mit den Mitarbeitern in Kontakt«.

Auf die Frage, was sie zur Kandidatur bewegt hat, geben die drei neuen Vorstände persönliche Antworten. Während Gisela Lich sich gegen die Benachteiligung von Frauen und Mädchen engagieren und sich für die Interessen von Frauen, Kindern und Jugendlichen einsetzen möchte, steht für Christine Wissel im Vordergrund, an der Entwicklung und Umsetzung geeigneter Hilfemöglichkeiten für Familien in Notsituationen mitarbeiten zu können. Dr. Elisabeth Linn ist es wichtig, die gute Arbeit der Vorgängerinnen fortzusetzen und sieht das, was in den SkF- Einrichtungen geleistet wird, als zentral für Zeit und Gesellschaft an, in der wir leben.

Die 100-prozentige Frauenquote in Mitgliederversammlung und Vorstand schreibt die Satzung vor. »Aus meinem Beruf als Ärztin weiß ich, dass Frauen anders zu Frauen sprechen«, sagt Dr. Elisabeth Linn. »Deshalb halte ich die Quote für wichtig«.

Gerlinde de Carné, eine der scheidenden Vorstände, hatte es anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Vereins im Jahr 2020 einmal so formuliert: »Frauen helfen Frauen - das ist eine Solidargemeinschaft, die man auch einmal leben kann«.

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