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Wahlkreis »unser Aushängeschild«

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Von: Thomas Wißner

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Dominik Erb und als Ersatzbewerberin Leonie Schikora treten für die FDP im Wahlkreis 18 Gießen I bei der Landtagswahl 2023 an. Foto: Wißner © Wißner

Gießen . Dominik Erb tritt für die FDP im Wahlkreis 18 Gießen I bei der Wahl zum 21. Hessischen Landtag im kommenden Jahr als Direktkandidat an. In der Wahlkreisversammlung im Bootshaus in Gießen erhielt Erb 22 von 23 abgegebenen Stimmen bei einer Enthaltung.

Mit dem gleichen Votum wurde Leonie Schikora als Ersatzbewerberin in Rennen geschickt. »Der Wahlkreis ist ein Stück weit unser Aushängeschild«, hob der als Versammlungsleiter fungierende Kreisvorsitzende Dennis Pucher (Lich) die besondere Bedeutung vorausgegangener Wahlen hervor, bei denen gleich sechs Mal Wolfgang Greilich, aber auch Reinhard Kaufmann und wie bei der letzten Landtagswahl Manuela Giorgis sich dem Wählervotum stellten. »Der Zuschnitt des Wahlkreises ist volatil, deshalb kommen wir auch zu unterschiedlicher Zusammensetzung zusammen«, ging Pucherv zudem auf den neuen Zuschnitt ein, umfasst der Wahlkreis 18 nunmehr Biebertal, Gießen, Heuchelheim, Wettenberg und Lollar. Vor fünf Jahren gehörte noch Staufenberg zum Wahlkreis, doch wurde die Stadt für die Landtagswahl 2023 dem Wahlkreis 19 zugeschlagen. »Er ist unser Gesicht in Gießen geworden. Unser Motor im Stadtverband. Wir brauchen Talente, die für liberale Werte stehen und in der Opposition zeigen das Gießen besser ist, als das, was wir hier erleben«, schlug Pucher als Landtagskandidat Dominik Erb vor.

In Gießen geboren und in Trais-Horloff aufgewachsen machte Erb sein Abitur in Nidda und legte sein Jurastudium mit anschließender wissenschaftlicher Tätigkeit am Lehrstuhl für Kriminologie an der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen ab. Der 29-Jährige machte in seiner Bewerberrede klar, dass es darum geht, in Wiesbaden die schwarz-grüne Lethargie zu beenden. »Unser Bildungssystem modernisiert werden. Oberstes Ziel muss dabei die individuelle Förderung der Schüler sein, aber auch der Lehrerberuf muss attraktiver gemacht werden.« Neben dem Bildungssystem müsse auch die Sicherheits-Infrastruktur verbessert werden. »Nur, wenn sich Menschen in ihrer Stadt sicher fühlen und es auch tatsächlich sind, ist eine Stadt wirklich lebenswert. Neben Kriminalität und der Furcht vor ihr geht es dabei aber auch um effektive Maßnahmen, die beispielsweise der Vermüllung öffentlicher Anlagen und Plätze, Vandalismus, Schmierereien entgegenwirken. Es geht nicht um mich. Es geht um unsere Ideen, um unsere Haltung, um unsere Pragmatik. Wir alle müssen die Boten sein, die dies nach draußen tragen. Wir sind ein richtig guter Kreisverband und Wahlkreis«, rief er zu einem geschlossenen Auftritt im Wahlkampf auf.

Erb ist Stadtverordneter in Gießen und FDP-Fraktionsvorsitzender, gilt als leidenschaftlicher Verfechter der Digitalisierung, fungiert als stellvertretender Kreisvorsitzender und gehört auch dem Bezirksvorstand der Liberalen an. Erb ist Mitglied im Landesfachausschuss Innen-, Rechts- und Verbraucherschutzpolitik, was er alles mit dem Hinweis »ich mache das schon eine Weile hier« zusammenfasste, aber betonte, dass diese Kandidatur keinesfalls Routine, sondern etwas besonders sei. Erb ist als Rechtsanwalt für eine Kanzlei in Frankfurt/Main tätig.

Ersatzbewerberin ist mit der 28-jährigen Leonie Schikora aus Gießen die stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen (JuLi). Die Literaturwissenschaftlerin ist seit dem vergangenen Jahr ehrenamtliche Stadträtin in Gießen, beruflich als Wahlkreisreferentin tätig und Europabeauftragte des FDP-Kreisverbandes. In Braunschweig geboren, hat sie sich bereits während ihrer Studienzeit für die Belange der Studenten in der Hochschulpolitik eingesetzt. »Ich freue mich ganz herzlich und toll auf den Wahlkampf mit euch«, dankte sie für das klare Votum. »Wir haben nun neue Gesichter der FDP in zwei Wahlkreisen«, fasste Pucher abschließend die Nominierung zusammen, hatte die Partei doch bereits vor einer Woche Jana Nathalie Burg und als Ersatzbewerberin Vanessa Rücker für den Wahlkreis 19 (Gießen II) nominiert.

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