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Lernten sich in der Gaststätte »Zum Schwarzen Walfisch« kennen: die Eheleute Herbert.

Wandern und Campen als Hobbys

Gießen (kg). »Was Euch vor 65 Jahren verband, hat heut’ noch zur Eisernen Hochzeit Bestand. Bleibt weiter ein glückliches Ehepaar, so wie im eisernen Hochzeitsjahr«. Mit diesen Wünschen gratulierten Kinder und Enkel dem Jubelpaar Hildegard und Kurt Herbert. Als Geschenk überreichte die Familie einen Gutschein für einen Tagesausflug.

Das Paar lernte sich in Gleiberg im »Schwarzen Walfisch« kennen. Die Gaststätte, die 2012 geschlossen wurde, war früher ein beliebter Treffpunkt für junge Leute. Selbst aus Gießen kamen sie zu Fuß. Kurt Herbert kam 1935 in der Steinstraße zur Welt. Die Familie musste beim Angriff auf Gießen am 6. Dezember 1944 das Haus verlassen und fand eine vorübergehende Bleibe in Wißmar.

Nach der Volksschule lernte er den Beruf des Elektrikers bei der Firma Heinrich Stroh in der Bahnhofstraße. 1956 begann der Ehejubilar beim Fernmeldeamt zunächst als Hilfskraft. Später wurde er als Technischer Beamter übernommen und ging mit 60 Jahren in Pension.

Hildegard Herbert, Jahrgang 1938, kam mit Mädchenname Wagner in Gleiberg zur Welt. Sie arbeitete nach dem Besuch der Volksschule als Zigarrenmacherin und versorgte später die Familie und den Haushalt. Das Ehepaar wohnt seit 1964 im Fasanenweg und zählte zu den Erstbeziehern. Gemeinsames Hobby war das Campen in Groß-Eichen. Auf dem schönen Campingplatz verlebte die Familie viele Wochenenden, Freundschaften wurden geschlossen.

Auch mit dem Wohnwagen waren Herberts unterwegs, verbrachten Urlaube in Österreich und Ungarn. Die langjährigen Anzeigerleser sind Mitglieder beim Wanderverein Höhenvogel Gießen und beteiligten sich früher an Wanderungen der Europäischen Wandervereinigung.

Zur Familie zählen zwei Söhne, sechs Enkel und fünf Urenkel. Die Glückwünsche von Stadt, Kreis und dem Land Hessen überbrachte Stadträtin Gerda Weigel-Greilich.

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