1. Startseite
  2. Stadt Gießen

»Warum die Corona-Krise dick macht«

Erstellt: Aktualisiert:

Gießen (red). Seit Beginn der Corona-Pandemie haben die Bundesbürger laut Studien im Durchschnitt mehr als fünf Kilogramm an Gewicht zugelegt. »Warum die Corona-Krise dick macht« lautet daher der Titel der digitalen Seniorenvorlesung des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) für den Monat Februar.

Seniorenvorlesung

Prof. Elke Roeb, Innere Medizin am Fachbereich 11 der JLU und Leiterin des Schwerpunktes Gastroenterologie am UKGM Gießen, geht in ihrem Vortrag auf das Problem der Adipositas (Fettleibigkeit) ein: 39 Prozent der Weltbevölkerung sind adipös. Die Adipositas zieht eine Menge Folgeerkrankungen nach sich, darunter psychosoziale Probleme wie Depression, Herz- und Kreislauferkrankungen (kardiovaskuläre Erkrankungen), aber auch Probleme mit annähernd allen Organen. Sogar Tumorerkrankungen treten bei hohem Body-Mass-Index (BMI) gehäuft auf; die Todesfallrate liegt höher als bei normalgewichtigen Personen. Prof. Roeb betont, wie wichtig in diesem Zusammenhang die regelmäßige Kontrolle von Blutdruck, Blutfetten, Blutzucker, Leberwerten und Harnsäure ist, um Folgeerkrankungen vorbeugen zu können.

Das Behandlungsziel, so die Medizinerin, ist die langfristige Gewichtsreduktion mit einer Mindestkalorienaufnahme von 800 Kilokalorien (kcal) pro Tag. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Ernährungsberatung, Bewegung, aber vor allem auch eine Verhaltensänderung notwendig, um Nahrungsmittelverbrauch, Kauf- und Kochverhalten zu kontrollieren sowie Essgewohnheiten zu verändern.

»Die Zuhörerinnen und Zuhörer erwartet erneut ein allgemeinverständlicher, unterhaltsamer und informativer Vortrag«, verspricht Prof. Dr. Bettina Kemkes-Matthes, Fachärztin für Innere Medizin (JLU), die die Seniorenvorlesungen organisiert.

Der aktuelle Beitrag ist - wie die vorhergehenden auch - online abrufbar unter www.med.uni-giessen.de/senioren.

Auch interessant