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Weiterhin mit Umweg für Fußgänger

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Der Fahrgastbeirat vermisst in Gießen eine direkte Querungsmöglichkeiten für Fußgänger am Oswaldsgarten. So schnell wird sich das aber nicht ändern.

Gießen (rsa). Für den Fahrgastbeirat von Stadt und Landkreis Gießen ist es schon länger ein großes Ärgernis, dass es am Oswaldsgarten keine Möglichkeit für Fußgänger gibt, die Rodheimer Straße zu überqueren. Mitten auf dem Verkehrsteiler steht ein Verbotsschild, das unmissverständlich besagt: »Kein Durchgang für Fußgänger!« Passanten müssen somit einen Umweg in Kauf nehmen, um von der rechten Seite der Einmündung zur Rodheimer Straße in den Kreuzungsbereich von Nord-/Westanlage zur Bahnhaltestelle der Main-Weser-Bahn zu gelangen. Dreimal muss an Straßenübergängen gewartet werden, bis das Ampelmännchen jeweils grün leuchtet. Für eilige Zeitgenossen bedeutet das Stress pur und verleitet eventuell zu gefährlichen Spurts über die Straße.

Da im kommenden Frühjahr der Verkehrsversuch auf dem Anlagenring starten soll, war man in der Sitzung des Fahrgastbeirates positiv gestimmt, das Übergangsverbot könnte in diesem Zusammenhang beseitigt und stattdessen »endlich« eine Fußgängerampel installiert werden. Jonas Rentrop, dem die politischen Aufgaben der städtischen Nahverkehrsorganisation obliegen, begrub jedoch entsprechende Hoffnungen. Zuerst solle der Verkehrsversuch durchgeführt werden. Erst danach werde überlegt, inwieweit eine Fußgänger-Querung geschaffen werden könne. Immerhin betrage eine erste Kostenschätzung für die Maßnahme 40 000 Euro. Allein die Ampelschaltung umzuprogrammieren, sei mit einem fünfstelligen Betrag zu veranschlagen. Sven Germann bedauerte die Entscheidung: »Schade, dass die Chance nicht genutzt werden soll und man das Projekt nach hinten schiebt.«

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