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Welche Fahrzeuge stehen denn hier?

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Das sieht nach einem Schildbürgerstreich aus: Oder gibt es tatsächlich einen Parkplatz mitten im Wald? Foto: Jung © Jung

Eine Warnung der Deutschen Bahn im Wald bei Kleinlinden sorgt für Irritationen. Der erste Gedanke: Das kann doch nur ein Schildbürgerstreich sein.

Gießen . Das sieht nach einem Schildbürgerstreich aus: Im Wald bei Kleinlinden, nahe der Gleise der Main-Weser-Bahn, hat die Deutsche Bahn ein Schild angebracht, das dort wohl absolut fehl am Platz ist. Einzig der Begriff »Unfallgefahr« trifft an dieser Stelle, wo ein in der Vergangenheit gerne von Anwohnern und Spaziergängern genutzter Fußweg zwischen dem Markwald und dem Bacheler verläuft, zu. Die Treppenstufen aus Holz sind ausgetreten, das Holzgeländer ist morsch und brüchig und bei Nässe können Fußgänger nicht Fuß fassen.

Räumen bei Schnee und Eis

Dass dort bei Schnee und Eis nicht geräumt wird, versteht sich von selbst. Doch wie sollen dort »widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge« hinkommen? Da hat es sich der Verantwortliche von der Deutschen Bahn einfach gemacht, mal eben ein Schild aus dem Bestand genommen und fertig. Klar, dass die Bahn hier ihrer Verkehrssicherungspflicht für das Gelände nachkommen muss. Aber nicht durch einen Hinweis, der den Gegebenheiten einfach nicht entspricht.

Großer Umweg

Das Betretungsverbot wird übrigens nicht strikt eingehalten: Wer nämlich den Weg entlang geht, will hinauf oder hinunter, müsste umkehren und einen großen Umweg machen. Der Ortsbeirat hat schon in der vergangenen Legislaturperiode nachgefragt, ob die Stadt das Stück Gelände übernehmen will, weil die Bahn es offenbar loswerden will. Eine Antwort dazu gibt es aus dem Rathaus noch nicht, wie in der jüngsten Sitzung vom Ortsvorsteher bestätigt wurde. Die DB teilte wiederum schon vor längerer Zeit auf Anfrage dieser Zeitung mit, es bestehe kein Interesse, das Gelände wieder so herzurichten, dass es gefahrlos benutzt werden kann.

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