+
Seltenes Fotodokument: Ein Wolf überquert einen Waldweg.

Wenig Schutz vor Wölfen

Zum Artikel »Ich züchte doch kein Wolfsfutter« vom 17. Dezember: Der Hungener Stadtschäfer Ralf Meisezahn spricht er nur den Schäfern aus der Seele, sondern auch den vielen anderen Tierhaltern, denn auch Ponys, Pferde, Alpakas, Esel, Rinder, Kälbchen und auch Kühe sind in den anderen Bundesländern schon sehr zahlreich Wölfen zum Opfer gefallen. Die seitens der Politik propagierten Schutzmaßnahmen wie Zäune, teilweise aus Steuergeldern bezahlt, erweisen sich seit Jahren als sinnlos, was die amtlich dokumentierten Risszahlen anschaulich belegen.

Auch die vielgepriesenen Herdenschutzhunde schützen nicht vor Wolfsangriffen.

Völlig unbeachtet bleibt auch, dass für viele Tierhalter anderer Tierarten die Tiere vierbeinige Familienmitglieder sind. Manche sind Therapietiere, andere erhalten ihr Gnadenbrot... und irgendwann findet man sie dann halbzerrissen, vielleicht noch im Todeskampf, auf der Weide? Diese Bilder sind grauenhaft, die vergisst man nie! Und diese Bilder machen auf Dauer krank, egal ob Berufsschäfer oder Hobbyhalter von Schafen oder anderen Tieren, egal ob finanzielle Unterstützung oder nicht (wobei die aber längst nicht jeder bekommt, auch wenn es gerne anders dargestellt wird). Wir Tierhalter wollen die Unversehrtheit unserer Tiere, denn kein Geld der Welt bringt sie uns zurück! Märchen erzählen uns Tierhaltern doch seit Jahren die Befürworter dieser hochspezialisierten Predatoren oder warum versagen die von ihnen propagierten Schutzmaßnahmen? Warum gleichen die Zäune der Wolfs-/Raubtiergehege eher einem Hochsicherheitstrakt? Und warum zeigen sich Wölfe zunehmend in bewohnten Gebieten, wenn sie doch so scheu sind? Es liegt in der Natur der Sache, dass Nicht-Betroffene oftmals eine andere Sicht auf die Dinge haben, aber das sollte doch nicht zu derart unangemessenen Äußerungen führen. Und auch, wenn Politiker eventuell ganz andere Ziele mit dieser Wolfspolitik verfolgen, wie zum Beispiel das Rewilding-Projekt, stellt sich schon die Frage, warum man Antworten aus dem Ministerium nicht öffentlich machen darf.

Vielleicht, weil dann auch dem Normalbürger auffallen dürfte, dass diese Wolfspolitik nur Unsummen an Steuergeldern verschlingt und dass der Schutz der Wölfe die Weidetierhaltung zunichte macht und unsere Tiere wieder zurück in die Ställe bringt, wobei auch die nicht wolfssicher wären, bis zur Aufgabe der Tierhaltung. Wo also bleibt der Schutz unserer Tiere? Ulrike Lederer-Hartel, Reiskirchen

Das könnte Sie auch interessieren