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Wenn der Schornsteinfeger dreimal klingelt...

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Gießen (red). Kontakte beschränken, vor einem Treffen testen und im Idealfall dreifach geimpft sein: Mit diesen Regeln kommen wir hoffentlich sicherer durch die aktuelle Corona-Welle. Was aber, wenn der Handwerker vor der Tür steht - kann ich mir da zum Beispiel den Impfnachweis zeigen lassen?

»Nein, Verbraucherinnen und Verbraucher haben aus Datenschutzgründen keinen Anspruch darauf, sich einen 3G-Nachweis vorlegen zu lassen«, sagt man beim Mieterverein. »Hier sind vielmehr der Chef oder die Chefin des Installateurs oder der Stromableserin gefragt. Der Inhaber des Betriebs hat sicherzustellen, dass wirklich nur Mitarbeiter, die das erfüllen, zur Arbeit gehen. Und Arbeit meint hier jeglichen Einsatzort- also auch die Wohnung eines Kunden.« Darauf müssen sich Verbraucher also verlassen. »Natürlich kann man im Betrieb anrufen und sich bestätigen lassen, dass der die 3G-Regeln einhält«, erläutert der Mietervereinsvorsitzende, Stefan Kaisers.

»Sicherlich haben die Betriebe aber selbst ein großes Interesse an der Einhaltung, weil es ja Bußgelder gibt, wenn man dagegen verstößt.« Detaillierte Auskünfte über einzelne Beschäftigte werde es allerdings nicht geben.

Ebenso habe niemand einen Anspruch darauf, dass nur ein geimpfter Mitarbeiter geschickt wird. Ohnehin wäre das gar nicht umsetzbar. Unter Umständen wissen Chef oder Chefin selbst nicht, welche Angestellten geimpft sind und welche nicht. Denn bei 3G reicht immer auch ein Testnachweis. »Solange wir keine Impfpflicht haben, auch nicht für bestimmte Bereiche, hat man auch keinen Anspruch darauf, dass nur jemand kommt, der geimpft ist«, heißt es vom Mieterverein.

Mieter/Vermieter sollten auf jeden Fall darauf bestehen, dass eine Maske getragen werde. »Die normalen AHA-Regeln gelten ja auch bei Terminen mit Handwerkern. Da kann man schon höflich darauf hinweisen, dass man es bitte so haben möchte«, so Kaisers.

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