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Wenn die Schulter schmerzt …

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Gießen (red). Ein Drittel der Bevölkerung leidet im Laufe des Lebens irgendwann einmal unter Schulterschmerzen. Schäden sind ab dem 50. Lebensjahr besonders häufig. 16 Prozent aller Erkrankungen des Bewegungsapparates (musculoskeletale Erkrankungen) betreffen das Schultergelenk. Daher beschäftigt sich die digitale Seniorenvorlesung des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) im August 2022 mit der Schulter.

Unter dem Titel »Die Rotatorenmanschette« informiert der Schulterspezialist Dr. Kai Unzeitig, Oberarzt am Uniklinikum Gießen, über dieses besondere Gelenk, das zum großen Teil aus einem Sehnen-Muskel-Mantel - der sogenannten »Rotatorenmanschette« - besteht und das relativ anfällig für Beschwerden ist.

Die Ursache von Schulterschmerzen können degenerative Veränderungen sein: Klassisch dafür ist ein sehr langsamer Krankheitsverlauf. Anders sieht es bei traumatischen Schulterschäden aus. Diese entstehen zumeist verursacht durch einen Sturz. Zur Diagnose ist zunächst eine gründliche Anamnese angesagt. Das Ausmaß der diagnostizierten Schäden am Schultergelenk geht jedoch zumeist nicht mit dem Ausmaß der individuellen Beschwerden einher. Daher muss die Entscheidung, welche Therapie für welchen Patienten sinnvoll ist, sowohl auf Basis des Defekts als auch in Abhängigkeit vom Beschwerdebild getroffen werden.

An Behandlungsmöglichkeiten stehen die Gabe von Schmerzmedikamenten, Physiotherapie und Cortison-Injektionen sowie eine Kombination aus allem zur Verfügung. Operative Behandlungen werden zumeist drei bis sechs Wochen nach erfolgtem Trauma durchgeführt. Als letzte Behandlungsmöglichkeit kann eine Schulterprothese implantiert werden.

»Die Zuhörer können sich erneut auf einen unterhaltsamen Vortrag einstellen«, verspricht Prof. Bettina Kemkes-Matthes, Fachärztin für Innere Medizin (JLU), die die Seniorenvorlesungen organisiert.

Im Internet: www.med. uni-giessen.de/senioren.

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