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Werbung für die vielen Schätze

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Beim Museumsfest soll dann auch die Sonne scheinen: Thomas Kirchhof (BID Marktquartier, rechts), Dieter Mülich (Holz-Technik-Museum) sowie (von hinten links) Nadia Ismail und Tarika Johar (Kunsthalle), Linn Mertgen (Oberhessisches Museum), JLU-Sammlungsbeauftragte Alissa Theiß und Frank Höllscheidt (Gießen Marketing). © Gauges

Stände, Infos und Aktionen: Das erste Gießener Museumsfest wird am 7. Mai rund um den Kugelbrunnen gefeiert.

Gießen (bj). Die Gießener Museen haben eine Menge zu bieten: von klassischer Malerei bis zu mathematischen Knobeleien, vom historischen Forschungslabor Justus Liebigs bis zur Gießkanne mit Geschichte. Doch nicht jeder Bewohner der Stadt weiß um die vielfältigen Schätze, die in den Häusern und Sammlungen zu entdecken sind. Beim erstmals stattfindenden Gießener Museumsfest wollen die unterschiedlichen Institutionen einen Tag lang gemeinsam auf sich aufmerksam machen. Am Samstag, 7. Mai, präsentieren sie sich von 10 bis 17 Uhr rund um den Kugelbrunnen mit Ständen, Informationen, Spielen und Aktionen.

Aufwertung der Einkaufsmeile

»Wir wollen schon lange dazu beitragen, unsere wunderbaren Museen bekannter zu machen«, sagt Thomas Kirchhof von der Innenstadt-Einzelhandelsinitiative BID Marktquartier. Gleichzeitig werde durch dieses neue Fest mit seinen zahlreichen Angeboten die Einkaufsmeile belebt, ist der Organisator überzeugt. Eine Fortsetzung des Aktionstags sei daher durchaus eine Option. Kirchhof freute sich bei der Vorstellung des Projekts, dass alle angeschriebenen Häuser und Sammlungen sofort ihre Bereitschaft erklärt hätten, sich daran zu beteiligen. Es sind im Einzelnen das Oberhessische Museum, das Mathematikum, die Kunsthalle Gießen, das Gießkannenmuseum, das Liebig-Museum, die Sammlungen der Justus-Liebig-Universität sowie - als einziger Teilnehmer von jenseits der Stadtgrenzen - das Holz-Technik-Museum aus Wettenberg-Wißmar. Hinzu kommt die Gießen Marketing GmbH, die sich ebenfalls am Programm beteiligt und den Besuchern etwa Stadtführungen anbietet.

Und auch die anderen Teilnehmer haben sich verschiedene Aktivitäten ausgedacht, mit dem sie für ihre Häuser werben wollen. So zeigt das Mathematikum etwa eine Brücke, die von dem italienischen Universalgenie Leonardo da Vinci entworfen wurde und die ohne Schrauben, Klebstoff oder Seile auskommt. »Ein richtiger Hingucker«, schwärmt Hausherr Albrecht Beutelspacher. Wer als erster darüber laufe, müsse stets seinen Mut zusammennehmen. Später dann sei es immer ein großer Spaß, diese Erfindung auszuprobieren. Auch verschiedene Knobelspiele wird das Mathematikum anbieten, das auch weit jenseits der Stadtgrenzen das wohl bekannteste aller Gießener Museen ist.

Die Gelegenheit nutzen, um auf die eigenen Angebote aufmerksam zu machen, will das nicht ganz so bekannte Wißmarer Holz-Technik-Museum. Am Kugelbrunnen können 2D- und 3D-Puzzles des Hauses ebenso ausprobiert werden, wie Ratespiele rund um den Naturrohstoff. Museumsleiter Dieter Mülich betonte bei der Vorstellung, zudem durch überraschende Hintergründe auf den Aspekt Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen. Wie viel Öl in einem Stück Holz steckt, auch das lasse sich spielerisch erfahren.

Weitere Programmpunkte des Museumsfests sind etwa Chemieexperimente, die das Liebig-Museum zeigen wird. Die JLU-Sammlungen bieten Workshops zur archäologischen Arbeit und antike Spiele, die vor allem die Kinder ausprobieren können. Stadtführerin Dagmar Klein stellt bei einem um 13 Uhr beginnenden Rundgang Skulpturen im Stadtraum vor. Das Gießkannenmuseum will sich zusammen mit Studierenden der Kunstpädagogik mit einem speziellen Programm an den Nachwuchs richten. Das Oberhessische Museum hat Workshops für unterschiedliche Altersgruppen im Angebot und informiert über den Stand der Umbaupläne. Und die an diesem Tag geschlossene Kunsthalle hat sich kleine Gewinnspiele ausgedacht, durch die jeder Teilnehmer sein eigenes Stück der Galerie mit nach Hause nehmen kann. Begleitet wird das Museumsfest rund um den Kugelbrunnen zudem durch ein gastronomisches Angebot.

Um dieses neue Fest im Stadtleben zu verankern, haben sich die Veranstalter ein Logo entwerfen sowie Plakate und Flyer drucken lassen. Auch in den sozialen Medien soll die Veranstaltung beworben werden. Finanzielle Unterstützung wird zudem durch Landesmittel erhofft.

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