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»Wertvolle Hilfe« für Familien von Frühgeborenen

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Dankbar für die finanzielle Unterstützung: Kinderkrankenschwester Andrea Hönig, Leiterin Marlen Klein, Prof. Harald Ehrhardt, Lions-Präsident Dr. Jan Keller, Laura Parr und Silke Köhn (von links). Der Betrag dient zu Ausbildungszwecken. Foto: Wißner © Wißner

Gießen (twi). Stolze 14 000 Euro sind 2021 beim bereits zwölften Entenrennen des Lions-Clubs Gießen - Justus von Liebig zusammengekommen. Den symbolischen Spendenscheck überreichte nun Präsident Dr. Jan Keller an Prof. Harald Ehrhardt (Leitung Neonatologie der Gießener Kinderklinik) und sein Team von »StartKlar«. Die 13. Auflage des Wettbewerbs mit den gelben Quietscheentchen findet übrigens schon am Sonntag, 3.

Juli, statt. Auch dann ist der Erlös wieder für »StartKlar« vorgesehen; das Team wird seit einigen Jahren vom Lions-Club unterstützt.

Über das sozialmedizinische Nachsorgeprogramm für Frühgeborene werden die Kinder und ihre Eltern auch nach der Entlassung aus der Klinik zu Hause mit Rat und Tat betreut. Gerade durch die Corona-Pandemie waren jedoch die Spendeneinnahmen eingebrochen. Allerdings wird das Projekt zum größten Teil auf diese Weise finanziert. Gegründet 2015, kümmern sich aktuell - nicht zuletzt dank der großen Spendenbereitschaft - drei Kinderkrankenschwestern und eine Sozialpädagogin um 120 Familien. Es handele sich um eine »sehr wertvolle Hilfe«, die hier geleistet werde, betont Ehrhardt.

Betreut werden etwa ehemalige sehr kleine Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1000 Gramm. In den ersten drei Monaten werden die Familien regelmäßig im häuslichen Umfeld besucht und beraten. »Der Bedarf ist nach wie vor hoch und deshalb ist ›StartKlar‹ auch auf Spenden angewiesen, um medizinisch sinnvolle Zusatzangebote wie Elterncafé, Geschwisterbetreuung oder den Austausch der Familien ehemaliger Frühgeborener zu finanzieren«, sagt »StartKlar«-Geschäftsführerin Judith Lucius. Denn dies könne nicht im Rahmen der Kostenerstattung durch die Krankenkassen abgerechnet werden.

Von dem Spendenbetrag soll nach laut Ehrhardt die zweijährige Ausbildung von zwei Kinderkrankenschwestern zu Case-Managerinnen gefördert werden, um so die Qualität der strukturierten Nachsorge noch erheblich zu verbessern.

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