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Wie Gefühle unser Leben bestimmen

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An der Professur für Psychotherapie und Systemneurowissenschaften wird an Emotionsregulation geforscht. © JLU

Gießen (red). Emotionen sind allgegenwärtiger Teil unseres Lebens. Sie beschreiben nicht nur, wie wir uns fühlen, sondern beeinflussen ganz maßgeblich auch unser Denken und Handeln. Dabei sind wir unseren Emotionen nicht ausgeliefert, sondern können diese mittels Emotionsregulation, also dem Verstärken oder Abschwächen unserer Gefühle, bewusst beeinflussen.

»Wie wir unsere Emotionen willentlich beeinflussen, ist veränderbar und kann erlernt werden. Gerade in der Verhaltenstherapie stellt dies einen zentralen Aspekt bei der Bewältigung psychischer Belastungen dar«, berichtet Dr. Andrea Hermann (Diplom-Psychologin, Projektleitung).

An der Professur für Psychotherapie und Systemneurowissenschaften an der JLU Gießen werden in mehreren Projekten die neuronalen Grundlagen der emotionalen Verarbeitung und Emotionsregulation mittels verschiedener Methoden, wie der funktionalen Magnet-resonanztomographie (fMRT) oder Elektroenzephalographie (EEG) untersucht. Dabei handelt es sich um bewährte, nicht-invasive und sichere Untersuchungsmethoden, die seit Jahren weltweit eingesetzt werden. »Durch eine enge Zusammenarbeit mit der Verhaltenstherapeutischen Ambulanz können wir insbesondere auch die Rolle dieser Mechanismen bei verschiedenen psychischen Störungen untersuchen«, teilt die JLU mit. Die Erkenntnisse aus diesen Projekten sollen dazu beitragen, die Therapie verschiedener psychischer Störungen, wie etwa der posttraumatischen Belastungsstörung, weiter zu verbessern. Für die Projekte werden insbesondere auch psychisch und körperlich gesunde Teilnehmer:innen gesucht. »Wir bieten im Gegenzug die Möglichkeit, einen neuen Einblick in die spannende Welt unserer Emotionen zu erhalten«, so die Studienmitarbeiterinnen. Insbesondere Teilnehmer:innen, die in Kindheit oder Jugend traumatische Erfahrungen gemacht haben, werden für das Projekt gesucht.

Wer Interesse hat, diese Projekten zu unterstützen oder Fragen zur Forschung hat, kann sich melden unter der E-Mail-Adresse: enhance-kg @bion.de bei den Studienmitarbeiterinnen Ann-Kathrin Noll (M.Sc. Psychologie), Johanna Jengert (M.Sc. Psychologie) und Raphaela Zehtner (M.Sc. Psychologie); Professur für Psychotherapie und Systemneurowissenschaften, Justus-Liebig-Universität Gießen.

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