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Wie geht’s weiter mit dem Weihnachtsmarkt?

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Von: Eva Pfeiffer

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Im und um den Seltersweg wird auch in diesem Jahr wieder der Weihnachtsmarkt stattfinden. Ginge es nach der CDU, würden die Buden jedoch künftig an anderer Stelle aufgebaut. Archivfoto: Mosel © Red

Glühwein, Lebkuchen und Co.: CDU-Fraktion plädiert für gänzlich neuen Standort in Gießen

Gießen (ebp). Weihnachtsstimmung kommt angesichts der milden Temperaturen wohl bei den wenigsten auf, aber bis Heiligabend sind es ja auch noch über sechs Wochen. Im Haupt- und Finanzausschuss hat man sich in dieser Woche aber schon mal Gedanken darüber gemacht, wie der Gießener Weihnachtsmarkt in Zukunft aussehen könnte. Ginge es nach der CDU-Fraktion, würden die Buden künftig statt im Seltersweg und den umliegenden Straßen lieber im Theaterpark aufgebaut.

»Während sich zunehmend auch Geschäftsinhaber darüber beschweren, dass die Marktbuden den Blick auf ihr Sortiment versperren«, stehe die Stadt vor der Frage, wie sie die Attraktivität des Weihnachtsmarktes steigern könne, heißt es in dem entsprechenden Antrag. Der Magistrat solle daher in Zusammenarbeit mit den Schaustellern sowie der Gießen Marketing GmbH ein Konzept für einen Weihnachtsmarkt im Theaterpark entwickeln. Der Weihnachtsmarkt müsse sich wandeln, um weiterhin »ein Anziehungspunkt für Menschen in der Region zu bleiben«. Zustimmung erhielt die CDU allerdings nur von Freien Wählern (FW) und FDP. Umweltdezernentin Gerda Weigel-Greilich (Grüne) lehnt eine regelmäßige Nutzung des Theaterparks für Veranstaltungen entschieden ab, man habe entsprechende Ansinnen stets »aus guten Gründen« abgewiesen. Eine Nutzung des Areals für Märkte und Co. und die Erhaltung des Parks als Grünfläche ließen sich nicht miteinander vereinbaren: »Dann ist der Theaterpark künftig kein Theaterpark mehr.«

Schäden an Lahn

Die Antragsbegründung der CDU, wonach sich das Weihnachtsdorf an der Lahn »zunehmend als ernst zu nehmende Konkurrenz« zum Weihnachtsmarkt rund um den Seltersweg entwickle, sei zudem falsch: Der Weihnachtsmarkt an der Lahn fand lediglich 2019 statt, eine Wiederholung werde es nicht geben. »Die Flächen wurden damals sehr in Mitleidenschaft gezogen. Das wird nicht noch einmal stattfinden.«

Auch Frank Schuchard (Volt) sprach sich gegen einen Weihnachtsmarkt im Theaterpark aus, befürwortete aber gleichzeitig eine Neukonzeptionierung. Denkbar sei beispielsweise, den Kirchenplatz als zentralen Standort zu etablieren. Der »Schlüssel zum Erfolg« sei eine Konzentration des weihnachtlichen Budenmeers.

Dominik Erb (FDP) regte dagegen an, den Theaterpark probeweise zu nutzen: »Eine kurze Zeit wird den Park nicht ruinieren«, man solle es testen »und danach Schlüsse daraus ziehen«. Eine mögliche Verlegung biete zudem die Chance, den Weihnachtsmarkt aufzuwerten.

Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher (SPD) kündigte an, im Februar allgemeine Gespräche mit dem Veranstalter, der Gießen Marketing GmbH, über die zukünftige Ausgestaltung führen zu wollen.

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