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Wie hell wird’s in Gießen?

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Von: Benjamin Lemper

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In den Advents- und Weihnachtstagen verleihen die vielen Lichter der Fußgängerzone stets ein ganz besonderes Flair. Foto: Mosel © Mosel

Die Deutsche Umwelthilfe fordert, Städte sollten auf Weihnachtsbeleuchtung verzichten. In Gießen ist dazu noch keine Entscheidung gefallen. Völlig dunkel bleibt es aber vermutlich nicht.

Gießen (bl). Früher war nicht nur mehr Lametta, um einen berühmten Spruch aus einem Loriot-Sketch zu bemühen, sondern eventuell auch mehr Helligkeit. Jedenfalls könnte es nun in der Adventszeit weniger Licht geben. Immerhin geht es zurzeit verstärkt darum, Potenziale auszuloten, um Energie zu sparen. Und da regte ganz aktuell die Deutsche Umwelthilfe an, Städte und Privathaushalte sollten angesichts von Energieknappheit und Klimakrise sowie steigender Preise in diesem Jahr doch bitte auf Weihnachtsbeleuchtung und Lichterketten verzichten. Bleibt die Gießener Fußgängerzone diesmal also dunkel und büßt damit an Flair ein?

LED-Umstellung

Noch ist keine Entscheidung gefallen, wie Heinz-Jörg Ebert, Vorsitzender des BID Seltersweg, auf Anfrage des Anzeigers mitteilt. Erst Mitte Oktober sollen in der regelmäßigen Routinebesprechung mit dem Oberbürgermeister, den Business Improvement Districts (BIDs) und den Ämtern der Stadt Gießen Lösungsansätze erörtert werden. Der Seltersweg habe aber bereits mit seiner Investition zur LED-Umstellung der im vergangenen Jahr angeschafften neuen Weihnachtsbeleuchtung die Voraussetzungen geschaffen, beim Verbrauch 75 Prozent an Energie einzusparen, so Ebert. Abzuwägen sei überdies zwischen verschiedenen Aspekten: Dabei spielten die Verringerung von Leuchtkörpern, die Anzahl der Weihnachtsbäume, die für Besucher und Schausteller notwendige Atmosphäre eines Weihnachtsmarktes sowie das »nicht zu vernachlässigende Sicherheitsgefühl in den innerstädtischen Dunkelstunden« eine Rolle. »Ich bin mir sicher, dass wir nach der Runde einen bestens abgestimmten Ansatz gefunden haben werden.«

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