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Wieder mit Prolog und Maske

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Tour der Hoffnung 2022 - Vorstellung am 30. Juni 2022 bei Licher Brauerei © Thomas Wißner

254,1 Kilometer durchs Hessenland: Die 39. Tour der Hoffnung findet in vollem Umfang statt. Mit dabei sind unter den 160 Teilnehmern viele Promis, der Prolog startet am 11. August in Gießen.

Gießen/Lich. Im August wird es wieder eine dreitägige Tour der Hoffnung zugunsten krebskranker Kinder geben. Im Hardtberggarten der Licher Brauerei stellten erstmals Vorsitzender Karsten Koch und Schirmherrin Petra Behle das Programm der Benefizradrundfahrt vor.

Die 39. Auflage findet - nach zwei Corona-bedingten Tagestouren - wieder in traditioneller Form mit einem Prolog in und um Gießen und zwei Tagesetappen statt. Die Tour mit ihren 160 Teilnehmern, darunter Box-Weltmeister Henry Maske, Moderator Johannes B. Kerner, Kristina Vogel, Erik Lesser und Fernseh-Koch Johann Lafer - bleibt in diesem Jahr in Hessen. Nach einer Tagestour im Süden folgt eine Tagestour nach Osthessen. Nach der Neuorganisation mit der Gründung eines Vereins nach dem plötzlichen Tod des langjährigen Tour-Organisationsleiter Gerhard Becker, wurde die Intention in die Zukunft geführt und nun durch die Vereinsmitglieder organisiert.

Drei sichere Standbeine

Geblieben sind die drei wohl wichtigsten und bekannten Faktoren: Biathlon-Olympiasiegerin Petra Behle wird, wie bereits seit 2001, als Schirmherrin fungieren, Ex-Querfeldein-Radweltmeister Klaus Peter Thaler ist Kapitän des Fahrerfeldes und einmal geht der Erlös und sämtliches Spendenaufkommen an krebskranke Kinder.

»Die Ereignisse überschlugen sich in den letzten Wochen und alle am Gelingen der diesjährigen Tour Beteiligten sind durch die neue Situation durchaus herausgefordert«, so Koch bei der Vorstellung der Tour der Hoffnung 2022.

Über genau 254,1 Kilometer führt die Tour, das Feld rollt mit 30 Stopps vom 11. bis 13. August durch unser Bundesland. Bevor Koch und der stellvertretende Vorsitzender Dr. Mathias Rinn ins Detail gingen, gingen beide auf die Vereinsgründung und Anerkennung der Gemeinnützigkeit des Vereins ein. Als »Hausherr« hatte Licher-Vorstand Holger Pfeiffer seine Freude darüber zum Ausdruck gebracht, dass »dieses nachhaltige Event vorgestellt werden kann« und unterstrichen, dass es gerade in diesen Zeiten auch darum gehe, Stärke zu zeigen. Deshalb sei es folgerichtig dort hinzugehen, wo man stark ist, »in unser Heimatland Hessen«.

Die Tour der Tour

Los geht es mit dem traditionellen Prolog am Donnerstag (11. August) auf einer Rundfahrt mit zehn Stopps von den Stadtwerken Gießen über Steinbach nach Lich zur Brauerei und von dort weiter über die Stadtverwaltung in Pohlheim und einem Schlenker zur Möbelstadt Sommerlad in Gießen. Von dort rollt das Starterfeld weiter nach Lollar, Ruttershausen und Launsbach zurück in die Universitätsstadt. Für den Anfang sind für die Benefizradfahrer 60,7 Kilometer zurückzulegen und 227 Höhenmeter zu bewältigen. Erstmals geht es sogar zu einem Stopp durch die Fußgängerzone. In alter Verbundenheit findet der Tour-Eröffnungsabend bei einem Heuchelheimer Unternehmen statt.

Fortgesetzt wird die Tour am Freitag (12. August) mit einer 96,6 Kilometer langen Etappe über 113 Höhenmeter von Frankfurt/Main nach Pfungstadt mit Stopps in Langen, Weiterstadt, Erzhausen, Wixhausen und Darmstadt. Am Schlusstag, 13. August, sind dann auf der Etappe vom Schildepark Bad Hersfeld zum Buttermarkt nach Fulda 633 Höhenmeter auf der 96,8 Kilometer langen Strecke mit Halt in Niederaula, Breitenbach, Grebenau, Lauterbach und Schlitz zu bewältigen. Der Tour Abschluss-Abend steigt in Frankfurt/Main.

Zur Tour gehört auch wieder eine Verlosungsaktion, die Reinhard Schargitz vorstellte. »In diesem Jahr ist es grandios: Die beiden Gießener Tageszeitungen und auch das Sonntagmorgenmagazin werden mit Anzeigen die Verlosungsaktion unterstützen«. Schargitz erhofft sich, dass alle 20 000 Lose zum Preis von jeweils zwei Euro verkauft werden und somit dann 40 000 Euro zusammenkommen. Hauptgewinn ist ein Skoda im Wert von 20 000 Euro. »Es gibt keine Barauszahlung. Wer das Auto gewinnt, dem gratuliere ich jetzt schon«.

Aus Zeiten der Pandemie übernommen wurde der »Social-Ride«, bei dem im vergangenen Jahr über 17 000 Euro zusammenkamen. Wie Wolfgang Rinn mitteilte, läuft dies wieder über neun Tage und zwar vom 23. bis 31. Juli. 333 Kilometer sind das Ziel, wobei für jeden Kilometer, der während des »Social-Rides« gefahren wird, um eine Spende gebeten wird. Am Tourstopp in Pohlheim soll das Spendenergebnis bekanntgegeben werden. »Wer hier teilnimmt und spendet nimmt an einer Auslosung teil. Dabei gibt es drei Gewinner, von denen jeder bei einer Etappe mitfahren darf«, so Rinn.

»Social Ride« und Spendenkonto

Alle Spenden kommen bis auf den letzten Cent krebskranken Kinder zugute, die Organisationskosten werden von Sponsoren getragen. Die Verwaltung der Spendengelder liegt nach wie vor allein in der Hoheit der Kämmerei der Universitätsstadt Gießen. In 38 Tourjahren kamen mehr als 42 Millionen Euro zusammen.

Wer die Tour der Hoffnung unterstützen möchte, kann dies auch durch eine Spende auf das Tour-Konto DE635139 00000000979708.

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