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Wiesecker Halle in desolatem Zustand

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Zum Thema »Sporthallen«: Ich kenne die Wiesecker Sporthalle seit 1987, als ich dort mein erstes Training machte. Der Umfang des Verschleißes ist stark davon abhängig, wie man pflegt. Inzwischen ist der Zustand der Sporthalle desolat: Der Hallenboden ist rutschig, noch ein bisschen mehr und dort kann Eiskunstlaufen gemacht werden. Erst hat das Sportamt alles abgestritten (»ein Messwagen hat rutschig widerlegt«), während die Sportler in Training und Spiel keinen Halt hatten.

Zuletzt - und das ist für Regionalliga unwürdig - haben sich sogar Schiedsrichter und Gastmannschaften immer wieder darüber beschwert. Zwar kam vor Wochen eine Nachricht des Sportamts, dass man nun ein anderes Reinigungsmittel verwenden wolle. Aber passiert ist nichts. Trainer und Sportler sind inzwischen mehr mit dem Mob als mit dem Basketball unterwegs, da man vor und während dem Trainings- und Spielbetrieb immer wieder den Hallenboden wischt, um das Schlimmste auszumerzen - letztlich allenfalls nur kurzfristig. In der Sporthalle fliegen ständig die Staubflusen um die Wette, die Schiedsrichterduschen sind funktionslos, kalt, eklig und damit völlig unbrauchbar. So müssen die Spielerinnen nach Spielende abwarten, bis erst die Herren Schiedsrichter geduscht haben, damit sie anschließend die Kabine nutzen können. Ein Blick in die Lüftungsgitter offenbart, dass dort offenbar keine Luftfilter mehr eingesetzt sind. Zudem sind die Lüftungsgitter so komplett mit Staub zugesetzt, dass die Lüftung/Heizung förmlich dagegen ankämpfen musste, bis sie schließlich durchbrannte. Nun ist die Heizungsanlage seit Oktober defekt und die Temperaturen in der Sporthalle nähern sich ohne zwischenzeitliche Reparatur den Eiskunstlauftemperaturen. Zu oft versagen Verwaltungen bei den notwendigen Angelegenheiten vor Ort - aus Spargründen, mangelndem Willen oder sogar Unfähigkeit. Hauptsache Deutschland ist beim Export und Klimaschutz weltweit vorne. Da muss man es in Kauf nehmen, dass die kleinen Dinge vor Ort auf der Strecke bleiben.

Thomas Quapil, Biebertal

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