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Wiesecker Wehr soll größeres Domizil bekommen

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150 000 Euro für Neu- und Umbau des Feuerwehrgerätehauses sollen im Haushalt eingestellt werden. Foto: Jung © Jung

Gießen (kg). In Rekordzeit ging das jüngste Treffen des Ortsbeirates Wieseck über die Bühne. Bereits nach 27 Minuten schloss Ortsvorsteher Michael Oswald (CDU) die Sitzung, aus der drei einstimmige Beschlüsse den Weg ins Rathaus nahmen. Ein Papier der CDU, das die Bürgervertreter fast auf den Tag genau vor einem Jahr auf dem Tisch hatten, legte nun der Ortsvorsteher vor, weil die Wiesecker mit ihrem Ansinnen bei der Stadt gescheitert waren.

Für den Haushalt 2023 sollen 30 000 Euro Planungskosten und im darauffolgenden Jahr 150 000 Euro für Neubau und Umbaumaßnahmen des Feuerwehrgerätehauses eingestellt werden. Grundlage für die Verbesserungen (diese Zeitung berichtete) im Domizil der Ehrenamtler ist ein Schreiben der Freiwilligen Feuerwehr Gießen-Wieseck von 2020 an den damaligen Brandschutzdezernenten Peter Neidel. Da sich immer mehr Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche in allen Abteilungen der Wehr ehrenamtlich engagieren, wird es zu eng in dem Gebäude an der Philosophenstraße. Oswald konnte aus eigener Anschauung die dortigen Zustände schildern, er ist schon sehr lange Mitglied der Einsatzabteilung. Ohne Diskussion schloss sich der Ortsbeirat dem Antrag einstimmig an.

Verkehrszählung

Einen Beitrag zum Haushalt des kommenden Jahres lieferte auch die Bürgerliste für Umwelt und Frieden (BUF). Für die stark frequentierten Straßen in der Tempo 30-Zone in Wieseck sollen künftig Displays, angeschafft werden, um die gefahrene Geschwindigkeit anzuzeigen. Acht dieser Geräte - den Stückpreis bezifferte Antragsteller Norbert Kress auf rund 1600 Euro - soll die Stadt besorgen. Hinzu kommen noch die Kosten für die Aufstellung und Wartung, sodass 23 000 Euro in den Haushalt einzustellen sind. Nach einer angemessenen Einsatzzeit der Displays soll der Ortsbeirat dann mit der Straßenverkehrsbehörde neue Standorte festlegen. Einigkeit herrschte auch bei dieser Vorlage.

Schließlich stimmte das Gremium auch noch einem Dringlichkeitsantrag der BUF zu. Die Stadt soll dem Ortsbeirat die Rohdaten zu den Verkehrszählungen zur Verfügung stellen. Die vorliegenden Zahlen ließen eine quantitative Bewertung nicht zu, der Ortsbeirat möchte sich sein eigenes Bild von der »Verkehrssituation in 24 Stunden« machen, begründete Norbert Kress.

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