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Willkommen im Zauberwald

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Der Mann für die Bühnenszenerie: Christian Minke - hier beim »Sand am Meer«-Festival in Rostock. Als Veranstalter richtet der Gießener am 20. August ein eigenes Event auf dem Wetzlarer Festplatz Finsterloh aus. Foto: sgl © sgl

Der Gießener Konzertveranstalter Christian Minke baut auch Kulissen für Szenegrößen wie Sven Väth.

Gießen/Wetzlar (sgl). Zwei Jahre war es still auf dem Festplatz Finsterloh in Wetzlar, nun geht es dort Schlag auf Schlag. Kaum sind die letzten Abbauarbeiten des Wetzlarer Ochsenfestes gemacht, steht mit der in Gießen ansässigen TD Entertainment GmbH & Bühnenmaschinerie KG das nächste Veranstalter-Team in den Startlöchern, um den Finsterloh in einen farbenfrohen Zauberwald voller elektronischer Klänge zu verwandeln: Am Samstag, 20. August, findet dort wieder das »James Wood«-Festival statt, das Fans elektronischer Musik aus der ganzen Republik anlockt. Noch gibt es einige Tickets.

Veranstalter Christian Minke ist erleichtert, dass sich das Festival auch nach zwei Jahren Pause ungebrochener Beliebtheit erfreut. Während andere Teile der Kultur noch unter der Zögerlichkeit der Gäste leiden, wird in der Elektro-Szene schon längst wieder auf Vollgas umgestellt. Und auch für Minke und sein Team ging es mit dem Wegfall der Corona-Einschränkungen für die Veranstaltungsbranche direkt wieder von Null auf 100. Das »James Wood« ist dabei allerdings mittlerweile fast Nebensache.

Denn mit seinem Unternehmen hat Minke sein Dienstleistungsspektrum erweitert und einen weiteren Geschäftszweig etabliert: Den Bau von Bühnenkulissen, inklusive Lichtinszenierungen. Schon lange waren Minkes Festivals für ihre künstlerischen Aufbauten bekannt, nun wollen auch andere Veranstalter auf sein Know-How zurückgreifen. Entsprechend hat er sein Team neben seinen festangestellten Mitarbeitern um einige feste Kooperationspartner erweitert.

Ein Zimmermann, ein Planer und ein Grafikdesigner gehören nun zum erweiterten Kreis der TD Entertainment GmbH & Bühnenmaschinerie KG, um die angefragten Großprojekte in die Tat umsetzen zu können. Minke hat Glück gehabt, denn während fast die gesamte Event-Branche unter Personalmangel ächzt, sind seine früheren Mitarbeiter, die sich während der Pandemie andere Tätigkeitsfelder gesucht hatten, alle wieder zu ihm zurückgekehrt. »Es ist toll, wie alles wieder angelaufen ist. Es ist super viel Arbeit, wir sind regelrecht eingesaugt worden von all den tollen Projekten«, schwärmt er.

Besonders stolz ist er darauf, dass er und sein Team auch für echte Szene-Größen arbeiten können: Kulissen aus der TD-Schmiede kommen derzeit auch bei den Groß-Konzerten von Musiker und DJ Paul Kalkbrenner zum Einsatz und sind somit fast in der ganzen Republik unterwegs. Auch Techno-Urgestein Sven Väth war kürzlich in einer in Mittelhessen entwickelten Szenerie zu erleben: Für das »Sand am Meer«-Festival in Rostock Anfang August mit 10000 Besuchern durften Christian Minke und sein Team ebenfalls Hand anlegen und ihre Kreativität sprudeln lassen.

Bühnenszenerie für Sven Väth

Gewerkelt wird derzeit auch in Frankfurt: Die Gießener Firma kümmert sich dort um die Ausgestaltung des neuen Außengeländes des bekannten »Tanzhaus West«. Damit nicht genug: Auch für die Ausgestaltung der erst 2019 ins Leben gerufenen Elektro-Stage des »Open Flair«-Festivals in Eschwege zeichnet das mittelhessische Unternehmen verantwortlich. »Ich bin ein bisschen stolz, bei Hessens ältestem und etabliertesten Festival mit an Bord sein zu können«, freut sich Minke.

Bei all der Arbeit und den vielen erfüllenden Projekten sind es aber natürlich auch weiterhin vor allem die eigenen Veranstaltungen, die ihm am Herzen liegen. Und so gilt auch für das »James Wood« am 20. August: Bewährtes soll bleiben, aber das Festival soll dennoch jedes Mal neue Akzente setzen und eine Schippe drauflegen. Das hat sich Minke auch durchaus etwas kosten lassen, denn erstmals setzt er beim Booking auch auf international bekannte Acts: Pan-Pot, Chris Liebing und Dubfire sind nur einige der Namen, die die Herzen der Elektro-Fans höherschlagen lassen.

Insgesamt drei Bühnen wird es beim »James Wood« geben, welches den Finsterloh wieder in einen magischen Zauberwald voller Klänge und visuellen Reize verwandeln wird. Das Gelände wurde dieses Mal deutlich vergrößert, um den Elektro-Fans ausreichend Platz zum Feiern zu geben. Wer eine Verschnaufpause vom Tanzen braucht, findet auf dem weitläufigen Areal auch einen Biergarten zum Verweilen, einen Food-Bereich gegen den Hunger sowie eine ausgedehnte Chill-Area. Gefeiert wird im Finsterloh von 10 bis 23 Uhr. Doch danach ist noch lange nicht Schluss. Fand bisher die »James Wood«-Aftershowparty in der mittlerweile geschlossenen Technodisco statt, wird nun ab 23 Uhr im Foyer der Buderus-Arena weitergefeiert. Tickets für beide Events gibt es im Vorverkauf unter: https://jameswoodfestival.ticket.io/

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