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Willkommener Geldsegen aus »Hessenkasse«

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Dieser Dammabschnitt bereitet große Probleme. Foto: Schäfer © Schäfer

Das Gießener Stadtparlament hat mehrheitlich sechs Bau- und Sanierungsprojekte zur Förderung ausgewählt. Allerdings auch drei aus dem Programm genommen, was für Verärgerung sorgte.

Gießen (fod). Das Investitionsprogramm »Hessenkasse« erfreut sich bei den krisengeplagten Kommunen großer Beliebtheit. Schließlich gibt es hier viele Millionen Euro für die unterschiedlichsten Bau- und Sanierungsprojekte zu holen. Was angesichts rasant steigender Energie- und Materialpreise jetzt noch umso begehrter geworden ist. Der Gießener Magistrat hat hierfür sechs Projekte mit Fördersummen von 0,96 Millionen bis 7,7 Millionen Euro ausgewählt. Allerdings auch drei wieder gestrichen, wodurch ein Förderkontingent von 6,75 Millionen Euro frei wurde, was wiederum die finanzielle Aufstockung von fünf Vorhaben und die Neuaufnahme eines zusätzlichen erlaubte: des »Pilotprojekts Bitterling«, hinter dem die dringend nötige Sanierung des wasserdurchlässigen Dammes zwischen Schwanenteich und Wieseck steckt. Bei dieser Gemengelage war am Donnerstag im Stadtparlament für Zündstoff gesorgt. Die Anträge wurden aber letztlich mehrheitlich beschlossen.

Vor allem der Umgang mit dem Dammweg bleibt nach wie vor umstritten. Während der Magistrat hierfür 1,3 Millionen Euro kalkuliert, inklusive Abdichtung des Schwanenteichs, hält die Fraktion von Gigg+Volt dies auch schon für höchstens 185 000 Euro für möglich, wobei der Vorsitzende Lutz Hiestermann von einer »Teilsanierung« sprach.

Die meiste Aufregung gab es, weil der Magistrat den Neubau einer Ein-Feld-Sporthalle für das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium (LLG) aus dem Förderprogramm genommen hat. Was zusammen mit zwei weiteren Herausnahmen - Neubau Verwaltungs- und Sozialgebäude Friedhof Rodtberg und Erneuerung der Revisionsverschlüsse am Klinkel’schen Wehr - Geld für andere Verwendungen ermöglicht. Dem Vorwurf von Oppositionsvertretern, dass damit der Sporthallen-Neubau am LLG, von dem man dort schon fest ausgehen würde, komplett wegfällt, trat Schuldezernentin Astrid Eibelshäuser (SPD) entschieden entgegen. Dieser wie auch die zwei anderen Bauvorhaben »stehen nicht zur Disposition« und sollen ebenfalls realisiert werden, betonte sie.

Die »Hessenkasse«-Projekte und Fördersummen:

Sanierung des Museums Wallenfels’sches Haus; 7,7 Millionen Euro;

Rad-/Gehweg in Rödgener Straße; 2,19 Millionen Euro;

Zuschuss für Andienung Bühne und Küche Kongresshalle; 1,39 Millionen Euro;

Sanierung des Dammwegs am Schwanenteich; 1,3 Millionen Euro;

Fahrradabstellanlagen am Bahnhof; 1,26 Millionen Euro;

Zuschuss für Probsteigebäude auf Schiffenberg; 0,96 Millionen Euro.

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