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»Wir geben die Preisvorteile eins zu eins weiter«

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Die Gasbeschaffungsumlage hätte das Erdgas ab 1. Oktober um rund 2,4 Cent pro Kilowattstunde teurer gemacht. Foto: Czernek © Czernek

Die Bundesregierung hat die Gasbeschaffungsumlage zurückgezogen und einen Preisdeckel angekündigt. Davon sollen auch die Kunden der Stadtwerke Gießen profitieren.

Gießen (red). Die Bundesregierung hat am Donnerstag die zuletzt zunehmend umstrittene Gasbeschaffungsumlage wieder zurückgezogen. Damit sollten ursprünglich die extrem gestiegenen Kosten der Gasimporteure ausgeglichen werden. Stattdessen haben die Partner von SPD, Grünen und FDP nun vereinbart, die Gaspreise zu deckeln. »Sobald die nötigen Verordnungen rechtskräftig sind, geben die Stadtwerke Gießen (SWG) die entstehenden Preisvorteile eins zu eins an ihre Kundinnen und Kunden weiter«, teilt das Unternehmen tags darauf in einer Presseerklärung mit.

Die Umlage hätte zum 1. Oktober in Kraft treten sollen. Erdgas wäre dadurch um rund 2,4 Cent pro Kilowattstunde teurer geworden. »Aber die Preise müssen runter«, betonte Bundeskanzler Olaf Scholz. Fest steht, dass für Erdgas künftig der reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent gelten wird. Noch nicht klar sei hingegen, ab wann genau die neuen Vorgaben gelten und was die Energielieferanten berücksichtigen müssen. »Wir begrüßen die Entscheidung der Politik«, erklärt Matthias Funk, Technischer Vorstand der SWG. Und er verspricht, dass die Kundinnen und Kunden davon profitieren sollen. Die SWG würden damit ihrer üblichen Praxis folgen. »Vom Staat festgelegte Preisbestandteile sind durchlaufende Posten. Sinken sie, geben die SWG den Kostenvorteil in voller Höhe weiter«, so Funk.

Wenn die neuen Regelungen in Kraft getreten sind, wollen die SWG die neuen Preise auf ihrer Internetseite veröffentlichen. Wichtig zu wissen sei: »Die kürzlich an alle betroffenen Kundinnen und Kunden versandten Preisänderungsschreiben bleiben gültig. Die darin genannten Preise reduzieren sich lediglich um die abgeschaffte Umlage und um zwölf Prozent bei der Mehrwertsteuer. Diese Korrektur werden die SWG ihren Kundinnen und Kunden nicht separat per Brief mitteilen«, heißt es weiter.

Mögliche Entlastung bei Fernwärme

Für Bezieher von Fernwärme zeichne sich ebenfalls eine Entlastung ab: Die Bundesregierung habe auch hier eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent beschlossen. Und weil auch diese Verordnung noch aussteht, wollen die SWG mit der tatsächlichen Umsetzung und der Veröffentlichung der sich daraus ergebenden Bruttopreise auf ihrer Homepage bis zur Veröffentlichung des Gesetzes im Bundesanzeiger warten.

Weitere Informationen: www.stadtwerke-giessen.de.

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