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»Wir konnten uns nicht entscheiden«

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Herzlichen Glückwunsch: Christa Preissner (links) und Clubpräsidentin Beatrix Eiler-Haupt (rechts) mit den Preisträgerinnen Jill Sadegholwad (2. v. l.) und Sophia Krastev. Foto: Czernek © Czernek

Der Zonta-Club Burg Staufenberg / Gießen vergibt seinen »Young Women in Public Affairs Award« diesmal an gleich zwei Schülerinnen sowie ein Stipendium für Maline Reitemeyer.

Gießen . In jedem Jahr verleiht der Zonta-Club Burg Staufenberg / Gießen den »Young Women in Public Affairs Award« (YWPA). Der Preis richtet sich an junge Frauen, vorzugsweise an Schülerinnen, die sich besonders ehrenamtlich engagieren. Dafür hatte der Club im Frühjahr sämtliche weiterführenden Schulen Gießens angeschrieben. Aus den zahlreichen Vorschlägen wählte eine Jury nun zwei Preisträgerinnen aus.

»Normalerweise vergeben wir den Preis nur an eine Schülerin. Doch in diesem Jahr konnten wir uns wirklich nicht entscheiden, so großartig finden wir deren Talente. Daher haben wir den Preis zweimal vergeben«, erklärte Christa Preissner, Vorsitzende der Jury. Die erste Preisträgerin ist Liebigschülerin Sophia Krastev. Die Abiturientin leitet und organisiert den Schulsanitätsdienst, ist Mitglied im Schulchor und gründete ein Cello-Ensemble. Darüber hinaus war sie sehr erfolgreich bei dem Wettbewerb »Jugend forscht«. Geprägt durch die Mitarbeit im Schulsanitätsdienst ist ihr Berufswunsch Medizinerin zu werden. Ihr Ziel ist es, sich durchsetzen zu können und etwas Positives für Frauen verändern zu können.

Jill Sadegholwad, Abiturientin der des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums, ist aktuell Chefredakteurin der Schülerzeitung und schreibt und organsiert alles rund um der Erscheinen des Blattes. Als Ausgleich betreibt sie seit ihrem achten Lebensjahr Karate. Sie hat Spaß am Schreiben gefunden und möchte nach dem Abitur in Richtung Journalismus gehen. »Ich möchte, dass man als Frau ernst genommen wird«, sagte sie.

»Hut ab vor diesen Leistungen. Wir haben uns gefragt, wie man das alles noch neben dem Lernen für das Abitur schaffen kann«, so die scheidende Präsidentin des Clubs, Beatrix Eiler-Haupt, bei der Überreichung der Urkunden an die Beiden. Besonders freuten sie die Clubmitglieder, dass sich unter den aktuellen Stipendiatinnen des »Amelia Earhart Fellowship Awards« von Zonta International wieder eine Gießenerin befinden wird. Das mit 10 000 US Dollar dotierte Stipendium erhält die Physikerin Malina Reitemeyer für ihre Forschung an dem Ionenantrieb.

Die junge Frau ist 2017 zu ihrem Masterstudium an die Justus-Liebig-Universität gekommen und ist nun Doktorandin bei Prof. Peter Klar, dem geschäftsführenden Direktor des Physikalischen Instituts. »Ich finde den Weltraum unfassbar faszinierend«, sagte sie. Aus diesem Grund befasst sie sich mit dieser revolutionären Antriebstechnik. Sie geht davon aus, dass irgendwann einmal Menschen zu den Sternen reisen werden.

10 000 Dollar

Die Gießener Zonta-Frauen gratulierten herzlich mit einem Strauß gelber Rosen, dem Club-Symbol. Der Amelia Earhart Fellowship - Preis wurde 1938 zu Ehren der berühmten Pilotin Amelia Earhart, einem Zonta-Mitglied, gegründet. Das mit 10 000 US-Dollar dotierte Stipendium wird jährlich an bis zu 35 Frauen vergeben, die einen Doktortitel in Luft- und Raumfahrttechnik und Weltraumwissenschaften anstreben. Seit Beginn des Programms im Jahr 1938 hat Zonta 1674 »Amelia Earhart Fellowships« im Gesamtwert von mehr als 11 Millionen US-Dollar an 1245 Frauen aus 75 Ländern vergeben. Reitemeyer ist die zweite Gewinnerin aus Gießen. Im Rahmen des Clubtreffens übergab die bisherige Präsidentin den Staffelstab turnusgemäß an ihre Nachfolgerin Evelyn Goubeaud.

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