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»Wir machen Druck«

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Von: Thomas Wißner

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»Gesundheit braucht gutes Peronal« betonten die Streikenden vor dem UKGM. Foto: Wißner © Wißner

»Wir machen Druck für gute und sichere Arbeitsbedingungen« betont Verdi. Die Gewerkschaft hatte Mitarbeiter des Uniklinikums in Gießen und Marburg erneut zu einem Warnstreik aufgerufen.

Gießen. »Gesundheit braucht genug Personal« stand auf einem der Transparente, mit denen am gestrigen Dienstag die Mitarbeiter des Gießener Uniklinikums bei einem Warnstreik in der Landeshauptstadt Wiesbaden die Politiker »wachrütteln« wollten. Es war bereits der sechste Streiktag, zu dem die Gewerkschaft Verdi die nicht-ärztlichen Beschäftigten des Uniklinikums Gießen-Marburg (UKGM) aufgerufen hatte.

Mit Beginn der Frühschicht um 6 Uhr begann der 24-stündige Warnstreik, mit dem die Gewerkschaft erneut auf das Auslaufen wichtiger Sicherheiten für die Beschäftigten aufmerksam machen will. So läuft zum Jahresultimo 2022 neben der Übernahme der Azubis auch der umfassende Kündigungsschutz sowie ein grundsätzliches Ausgliederungsverbot aus.

In sechs Bussen nach Wiesbaden

In drei Bussen ging es für die rund 150 Streikteilnehmer aus Gießen nach einem dreieinhalbstündigen Warnstreik vor dem Haupteingang des Uniklinikums gemeinsam mit den ebenfalls in drei Bussen aus Marburg anreisenden Kollegen zur Kundgebung vor den Hessischen Landtag in Wiesbaden. Verdi will mit der Protestkundgebung erreichen, dass sich das Land gegen den vom Klinikbetreiber Asklepios angedrohten Personalabbau einsetzt. Sichtlich angespannt war die Situation bei den Beschäftigten, weil sich nach mehreren Warnstreiks bisher laut Gewerkschaft außer »Worthülsen und Vertrösten« nichts bewegt hat.

Verdi formuliert: »Wir bleiben dran und machen Druck für gute und sichere Arbeitsbedingungen. Land und Arbeitgeber streiten sich auf dem Rücken der Beschäftigten. Wir brauchen eine Zukunft für unser Uniklinikum, wir brauchen Garantien. Jede Stelle, die wegfällt, bedeutet zusätzliche Belastung für alle anderen. Das müssen und werden wir verhindern! Vor dem Landtag werden wir eine politische Lösung fordern. Das Land muss Farbe bekennen und die Frage beantworten, was sind wir, die Beschäftigten, der Politik wert? Wir wollen und werden ein Betrieb bleiben! Wir wollen gute und sichere Arbeitsbedingungen! Wir wollen nicht weniger, sondern mehr Personal!«.

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