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Wirtschaft und Wissenschaft stärker vernetzen

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Per Videostream tagte der Aufsichtsrat des Regionalmanagements. Screenshot: Heinrich © Red

Gießen (hei). »Den Wandel nicht beklagen, sondern begleiten und nutzen!« Mit dieser Botschaft war der Hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, Tarek Al-Wazir in den Aufsichtsrat der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH gekommen und hatte gute Zahlen dabei: Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Hessen überholte inzwischen das Niveau vor der Corona-Krise mit einem Plus von 1,3 Prozent gegenüber 2019.

Trotz der Freude über die aktuellen Arbeitsmarktzahlen waren insbesondere die Herausforderungen der Zukunft Thema des Austauschs zwischen den Spitzen der Region und dem Wirtschaftsminister, der per Videokonferenz stattfand: Energiewende zur Klimaneutralität bei gleichzeitiger Transformation der Wirtschaft. »Der Wandel ist technisch anspruchsvoll, bietet aber die Chance, Neues aufzubauen«, so Tarek Al-Wazir. »Unser gemeinsamer Anspruch muss es sein, Mittelhessen stärker als vorher zu machen und ich bin sicher: gemeinsam kriegen wir das hin!«

Beim Ziel bestand Einigkeit, über den Weg dahin gab es einen intensiven Austausch in der Sitzung der 22 Aufsichtsräte, die sich dreimal im Jahr treffen, um die Strategie für die Region festzulegen und das gemeinsame Vorgehen zu planen; der Hessische Wirtschaftsminister ist eines von drei beratenden Mitgliedern des Gremiums und nimmt sein Mandat einmal im Jahr persönlich wahr.

»Mittelhessen ist schon sehr gut aufgestellt. Um Anwendungen für die Forschungsergebnisse der Hochschulen zu finden, müssen wir Wirtschaft und Wissenschaft aber noch stärker zusammenbringen«, so der Appell des Ministers, der das Startup-Ökosystem der Region lobte: »Dank dem Einsatz des Regionalmanagements und seiner Partner ist hier schon viel geschehen.« Hessen möchte mit einer international wahrnehmbaren Imagekampagne zum ›Start-up State‹ werden und setze dabei auf Green Start-ups und Kooperationen: »Sie fördern die Identität einer Region, stärken die Sichtbarkeit und Wahrnehmung Hessens als Start-up-Standort und locken auf diese Weise nicht nur Fachkräfte, sondern auch Kapital nach Hessen«, sagte Al-Wazir.

Fachkräfte zu gewinnen und zu halten sei für den Standort eine Herausforderung, der man sich insbesondere über das gemeinsame Werben für Ausbildung in der Region stellen müsse. Nicht nur die Corona-Pandemie, sondern auch die aktuelle Situation in der Ukraine haben Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft und machten Veränderungen notwendig - und das in unvorstellbarer Geschwindigkeit. »Wir wollen den Transformationsprozess begleiten und unterstützen, aber das Bewusstsein für dessen Notwendigkeit ist Voraussetzung für die Veränderung«, so Tarek Al-Wazir.

Neben einer Förderung des Regionalmanagements durch die hessische Landesregierung wird das Regionalmanagement durch seine 19 Gesellschafter aus Wirtschaftskammern, Kommunen und Hochschulen sowie dem Verein Mittelhessen getragen. Manfred Wagner, Wetzlarer Oberbürgermeister und derzeit Vorsitzender des Aufsichtsrates, dankte dem Minister für den intensiven Austausch: »Die heutige Sitzung hat wieder einmal gezeigt, dass das Regionalmanagement Mittelhessen sich zu einer wichtigen und strategischen Plattform für unsere Region entwickelt hat. Akteure aus Kommunen, Wirtschaft und Hochschule sind regelmäßig im Dialog und arbeiten gemeinsam an der Entwicklung unseres Standorts.«

Geschäftsführer Jens Ihle, betonte: »Unser Ziel ist es immer, die Stärken der Region in vertrauensvollen Netzwerken zusammenzuführen. Unsere aktuellen Vorhaben und Projekte zeigen deutlich, dass sie in unterschiedlichen Kooperationen aufgestellt sind, aber über die Plattform des Regionalmanagements immer gesamtregional umgesetzt werden. Dies gilt insbesondere für die Bewältigung der digitalen Transformation. Daran wollen wir gerne weiterarbeiten.«

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