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Würdigung für wissenschaftliches Lebenswerk

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Gießen (red). Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) würdigt mit Professorin Petra Netter von der Justus-Liebig-Universität Gießen eine Pionierin der biopsychologischen Persönlichkeitsforschung für ihr wissenschaftliches Lebenswerk. »Mit Petra Netter ehren wir in diesem Jahr eine weltweit hochangesehene Wissenschaftlerin, die herausragende wissenschaftliche Leistungen bei der Entschlüsselung biologischer Grundlagen interindividueller Unterschiede menschlichen Verhaltens erzielt hat«, erklärt DGPs-Präsident Markus Bühner.

Der Preis wurde im Rahmen des DGPs-Kongresses verliehen.

Petra Netter ist Psychologin und Medizinerin. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich seit vielen Jahrzehnten mit den biopsychologischen Grundlagen von Persönlichkeit. Dabei standen insbesondere die Psychoendokrinologie, Psychopharmakologie, Catecholamine, Neurotransmitter, Sucht und Aggression im Zentrum ihrer Arbeiten. Aufgrund ihrer Zweitqualifikation als Medizinerin konnte Petra Netter endokrinologische, psychophysiologische und genetische Marker mit experimentellen Versuchsanordnungen in einer Weise untersuchen, wie es weltweit in dieser Form neu war. Durch ihre Forschung hat sie maßgeblich dazu beigetragen, interindividuelle Unterschiede menschlichen Verhaltens zu entschlüsseln. Petra Netter gilt daher als Pionierin der biopsychologischen Persönlichkeitsforschung und genießt dafür international hohe Anerkennung.

Nach dem Beginn ihres offiziellen Ruhestandes hat Petra Netter weiter geforscht und publiziert und dadurch in der Zeit ihres Schaffens inzwischen vier Generationen von Forschern nachhaltig beeinflusst. Davon zeugen auch ihre hochrangigen Publikationen in renommierten internationalen Fachzeitschriften sowie eine große Zahl an Buchbeiträgen. Der wissenschaftliche Nachwuchs lag und liegt Petra Netter sehr am Herzen. Geboren 1937 in Hamburg übernahm Netter nach verschiedenen beruflichen Stationen 1979 den Lehrstuhl für Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung an der JLU Gießen, den sie bis zu ihrem offiziellen Ruhestand im Jahre 2002 leitete.

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