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Zielstrebig und zuverlässig

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Tim Schröder (links) tritt die Nachfolge von Matthias Barho als kaufmännischer Geschäftsführer der Gesellschaft für diakonische Altenhilfe Gießen und Linden gGmbH an. Foto: Wißner © Wißner

Wechsel in der Geschäftsführung der Gesellschaft für diakonische Altenhilfe Gießen und Linden: Matthias Barho geht nach 39 Jahren der »neue Herr Barho«, Tim Schröder, kommt.

Gießen. Abschied und Neuanfang: Nach 39 Jahren in Diensten des Vereins für Kranken-, Alten- und Kinderpflege Gießen wurde Matthias Barho in einer Feierstunde im Johannessaal verabschiedet und Tim Schröder als sein Nachfolger offiziell in sein Amt eingeführt. Der Wechsel der kaufmännischen Geschäftsführungsebene der Gesellschaft für diakonische Altenhilfe Gießen und Linden gGmbH erfolgte zwar bereits zu Beginn des Jahres, jedoch konnte aufgrund der Pandemie bisher noch keine offizielle Feier durchgeführt werden.

Der Verein ist Träger des Johannesstifts wie auch des Seniorenzentrums Linden. »39 Jahre sind im statistischen Durchschnitt fast mehr als ein halbes Menschenleben. Und wenn in unserer schnelllebigen Zeit jemand 39 Jahre beim gleichen Arbeitgeber arbeitet, dann ist das schon eine ganz besondere Seltenheit, die entsprechend gewürdigt gehört«, dankte Vorstandsvorsitzende Marianne Wander Barho für sein Wirken und skizzierte seinen Lebenslauf.

Barho war am 1. April 1983 als Verwaltungsangestellter in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Patientenverwaltung, EDV und Personal in die Dienste des Vereins getreten. 1995 erfolgte die Übernahme der Leitung der Patientenverwaltung und 2007 die Funktion des stellvertretenden Verwaltungsleiters. 2002 und auch nach Verselbstständigung des Evangelischen Krankenhauses 2008 hatte Barho die Leitung der Abteilung Finanzbuchhaltung, Rechnungswesen und Controlling inne. »Ein hohes Maß an Belastbarkeit, Zielstrebigkeit, Zuverlässigkeit und selbstständiges Handeln« hätten stets Barhos Arbeit geprägt. 2013 hat er die kaufmännische Leitung der Gesellschaft für diakonische Altenhilfe Gießen und Linden gGmbH übernommen.

Neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der beiden Altenhilfezentren hatte Barho darüber hinaus noch die Geschäftsführung der Service GmbH wie auch der Diakoniestation Linden inne. Vor allem die beiden Neubauprojekte in Gießen wie auch in Linden prägten in den vergangenen Jahren seine Arbeit.

Darüber hinaus hat Barho sein Fachwissen ehrenamtlich in den verschiedenen Gremien und Institutionen im Bereich der finanziellen und wirtschaftlichen Weiterentwicklung der diakonischen Einrichtungen eingebracht. Er engagierte sich von 2013 bis 2021 als Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Dienstgeber Diakonie Hessen, als bestelltes Mitglied des Arbeitskreises Wirtschaft und Pflegesatzfragen der Diakonie Hessen und auch als Mitglied im Arbeitskreis Geschäftsführer ambulante Diakoniestation der Diakonie Hessen. »39 Jahre Wirken - das ist eine Hausnummer«, attestierte Geschäftsführerin Christa Hofmann-Bremer und versicherte ihrem Kollegen: »Menschen wie Sie, die ihr ganzes Leben lang einem Unternehmen ihre Schaffenskraft widmen, sind sehr selten.

Sie sind ein verlässlicher, vertrauensvoller und integrer Kollege«. Weil Pfarrer Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, krankheitsbedingt absagen musste, soll die für Barho vorgesehene Verleihung des Kronenkreuzes der Diakonie noch nachgeholt werden.

Barho dankte neben zahlreichen Weggefährten ganz besonders Ehefrau Doris, die ihn stets unterstützt und Freiräume geschaffen habe und leitete zu seinem Nachfolger Tim Schröder über. Während der sechsmonatigen Einarbeitungszeit habe er ihn bereits als sachkundigen, engagierten und kompetenten Kollegen kennengelernt. »Nun sage ich Tschüss«, verabschiedete sich Barho, der sich im Ruhestand auf Radtouren mit seinem E-Bike freut.

Wander hieß Tim Schröder in seiner neuen Aufgabe herzlich willkommen. »Bei uns steht an erster Stelle der Mensch, nicht die Zahlen«, hob Hofmann-Bremer in ihrer Begrüßungsrede die Philosophie des Hauses hervor.

Kurz hielt Schröder seine Vorstellung, denn »es ist ja der Tag der Verabschiedung von Matthias Barho in den Ruhestand«, so Schröder der schmunzelnd ergänzte, nach seinem Dienstantritt überall als »der neue Herr Barho« begrüßt worden zu sein. »Wir können immer auf Gott vertrauen. Das ist eine ganz große Zuversicht«, schloss er seine Rede.

Zum Ausklang reihten sich in den Kreis der Gratulanten für Barho und Schröder neben Lindens Bürgermeister Jörg König auch Bernd-Ulrich Schwarze mit Pflegedienstleiterin Debora Schaab-Schieferstein und der AR-Vorsitzenden der Lindener Diakoniestation, Pfarrer Axel Zeiler-Held ein. Sopranistin Kira Petry umrahmte die Veranstaltung musikalisch. Mit einer Kurzandacht hatte Zeiler-Held die Feierstunde eröffnet.

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