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Daniela Daus, Beatrix Eiler-Haupt, Dorothè Lange, Susanne Pfeiffer, Angelika Lange und Heidelies Bierbach-Müller (v.l.) bei der Spendenübergabe.

Zonta lässt Kinderaugen strahlen

Gießen (red). Auch in diesem Jahr konnte Zonta wieder Familien helfen, deren finanzielle Situation ein Weihnachtsgeschenk für ihre Kinder nicht zulässt. Mit dem Spendenbetrag von 2000 Euro des Vereins »Freunde von Zonta International« des Zonta Clubs Burg Staufenberg - Gießen konnten große und kleine Wünsche von sieben Familien verwirklicht werden.

Die Präsidentin des Clubs, Beatrix Eiler-Haupt, die Vereinsvorsitzende Angelika Lange, die Schatzmeisterin Daniela Daus und die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit Heidelies Bierbach-Müller, überreichten den Betrag an Dorothé Lange und Susanne Pfeiffer. Die zuständigen Teamleiterinnen im Kreisjugendamt freuten sich sehr über die Spende, die es ermöglichte, doch den einen oder anderen Wunsch der Kinder und Jugendlichen zu erfüllen.

Jedes Jahr legt der Verein der »Freunde von Zonta International« einen bestimmen Betrag für diese Aktion aus dem Erlös der Benefiz-Veranstaltungen zurück. Bei einem Treffen stellten die beiden Leiterinnen die Vielfalt ihres Arbeitsgebietes vor. Beratung, Hilfen, Leistungen und Unterstützung in schwierigen Lebensbereichen bilden die Schwerpunkte ihrer Arbeit. Rufbereitschaftsdienste gehören ebenfalls zum Dienstalltag. Sie bestätigen, dass sich auch in ihrem Bereich die coronabedingten Veränderungen in der alltäglichen Arbeit massiv niedergeschlagen haben. Sie berichten über den Bereich »Familien-Brennpunkte«, hiermit sind Familien gemeint, die nicht nur dringend Unterstützung benötigen, sondern deren Hauptproblem u.a. die häusliche Gewalt darstellt.

So müssen die beiden Teamleiterinnen bei einer Kindeswohlgefährdungsmeldung als Vertreterinnen des Jugendamts unverzüglich handeln. Auf die emotionalen Belastungen angesprochen, denen sie im Rahmen ihrer Arbeit ausgesetzt sind, betonen sie, dass das Team und eine professionelle Unterstützung in Form von Supervision für sie wichtige Ankerpunkte darstellen.

In diesem Jahr wurden sieben Familien ausgewählt, die alle seit geraumer Zeit in einem sehr engen Kontakt zu den Mitarbeiterinnen des Jugendamts stehen. Dank der professionellen Unterstützung gelingt es den Familien, ihre schwierige Situation adäquat zu meistern.

Alle Familien mussten mehrere Schicksalsschläge verkraften. Dabei fällt auf, dass die Anzahl der Förderbedarfe bei den Kindern, verschiedenster Art, überproportional gestiegen sind. Ebenfalls benötigen die Erwachsenen kontinuierliche und intensive Unterstützung, um den Alltag bewältigen zu können.

Alle Familien befinden sich in einer äußerst prekären finanziellen Situation, die es ihnen nicht ermöglicht, kleine Wünsche der Kinder für die Freizeitgestaltung zu realisieren. So werden beispielsweise zwei Kinder im Grundschulalter an Sportangeboten (Tanzen) teilnehmen können. Ein weiteres Beispiel betrifft einen Jungen, der sich über einen kleinen finanziellen Beitrag freuen wird, damit er, ein Ausnahmetalent in seinem Bereich, weiterhin am Sporttraining teilnehmen kann. Drei Kinder, die zu Waisen wurden, werden sich über einen Spendenbeitrag freuen, mit dem man ihnen eine kleine Überraschung zu Weihnachten bereiten wird. »Die Not ist in Einzelfällen so groß, dass wir leider nicht nachhaltig helfen können. Das sollte uns aber nicht davon abhalten, kleinere Wünsche zu erfüllen«, betonten Lange und Eiler-Haupt.

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