1. Startseite
  2. Stadt Gießen

Zum Auftakt kommt ein Feuerwehrauto

Erstellt:

gikult_DERWAGEN_Karl_Hal_4c
Das Oldtimer-Feuerwehrauto macht auf seiner aktuellen Kinotour am 17. August einen Stopp vor dem Gießener Theaterlabor. Foto: Karl © Karl

Film, Performance, Installationen: Das »Hungry Eyes«-Festival läuft vom 26. bis 28. August in Gießen. Doch zuvor kommt erstmal ein Feuerwehr-Oldtimer.

Gießen (red). Das Gießener »Hungry Eyes«-Festival geht vom Freitag bis Sonntag, 26. bis 28. August, in die nächste Runde. Das zehnköpfige Team aus Kulturschaffenden, Film- und Theatermachern bewegt sich dabei an der Schnittstelle zwischen Film, Performance und Installation. Das komplette Programm läuft im KiZ (Kongresshalle). Zuvor gibt es am Mittwoch, 17. August, einen ganz besonderen Filmabend.

Vorab gibt es dazu bereits am Mittwoch, 17. August, ein besonderes Filmprojekt nach Gießen. Das Freilichtspielhaus gastiert beim Theaterlabor (Bismarckstraße 24a). Es besteht aus einem Oldtimer-Feuerwehrauto, einer Leinwand auf dem Dach und einem eigenen Kino-Shop und zeigt den Dokumentarfilm »Der Wagen - Ein Theater-Roadmovie durch Deutschland«, der von Dominik Hallerbach und Johannes Karl stammt. Beide sind Absolventen der Angewandten Theaterwissenschaft Gießen.

Zum Inhalt: Das Theaterensemble buehnendautenheims unternimmt im Sommer 2019 eine ungewöhnliche Deutschlandtournee: Es reist mit einer 100-jährigen Heuwagenbühne mit dem Fronleichnamsspiel »Das große Welttheater« von Pedro Calderón de la Barca einmal quer durch die Republik - vom rheinhessischen Dorf Dautenheim in die Hauptstadt Berlin. Jeden Abend spielt die Truppe in einer anderen Ortschaft, jeden Tag zieht sie 40 Kilometer weiter. »Der Wagen« ist ein Film über die Kraft des Theaters, der einen ungewohnten Blick auf Deutschland bietet, vom Land in die Stadt, von West nach Ost, durch die Jahrhunderte. Der Eintritt ist frei, Klappstühle sind willkommen. Los geht es um 20 Uhr.

Für die aktuelle, fünfte Ausgabe des Festivals »Hungry Eyes« erreichten über 570 Einreichungen für Kurzfilme, Installationen und Performances aus 51 Ländern den digitalen Briefkasten des Festivals. So hat das Jury-Team über einen Zeitraum von drei Monaten alle Arbeiten gesichtet, diskutiert und schließlich ein Programm zusammengestellt. Daran beteiligt sind mehr als 30 Künstler, Künstlerinnen und Kollektive. Das Kurzfilmprogramm setzt sich aus drei Filmblöcken mit insgesamt 22 Filmen in der Hauptkategorie, einer davon ausschließlich mit Arbeiten ukrainischer Filmemacher, und der über die letzten Festivalausgaben etablierten »Trash-Night« mit sechs Filmen zusammen. Außerdem wurden acht installative und performative Arbeiten ausgewählt, die sich interdisziplinär mit dem Medium Film beschäftigen.

Teil des Filmblocks »Ukrainian Shorts« ist der Film »Eastern Ukrainian Dialogue« von Sashko Protyah und Oksana Kazmina. Der Film untersucht eindrücklich die Probleme und Möglichkeiten des Aufbaus eines kulturellen Dialogs in ostukrainischen Städten und analysiert dabei die Schwierigkeiten der kulturellen Selbstverwirklichung.

In der installativen Arbeit »1984 is now« werden die Besucher zu einer kleinen Rundfahrt durch die Stadt eingeladen. Jeweils ein Zuschauer wird von Jafar Hejazi auf einem kleinen Wagen gezogen, während sie über ein VR-Headset Einblicke in Erzählungen aus dem Leben an verschiedenen Orten in Teheran, Iran, bekommt.

Die Sonderkategorie »Trash« erweitert das Spektrum mit Filmen, die sich in ihrer Unernsthaftigkeit ernst und in ihrer Ernsthaftigkeit nicht allzu ernst nehmen. Bei einer Trash-Night wird in ausgelassener Atmosphäre der Ehrenpreis »Der Goldene Toast Hawaii« übergeben.

Auch in diesem Jahr werden die Kurzfilme des Festivals wieder online verfügbar sein. Alle Informationen zum Festivalprogramm finden sich auf der Website hungryeyesfestival.de.

Auch interessant