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Zusammenrücken und teilen

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Weiten Blick wagen: die Mitglieder des Ausschusses für Mission und Ökumene bei ihrer letzten Tagung in der laufenden Amtsperiode in der Luthergemeinde. © Heinrich

Gießen (mh). Wie behält die evangelische Kirche einen weiten Blick, auch wenn sie Mitglieder und Ressourcen verliert? Unter anderem dadurch, dass sie über den eigenen Tellerrand hinausschaut und mit der Perspektive der Ökumene die Sorgen wie die Hoffnung von Menschen anderer Konfession oder Religion wahrnimmt. Für diesen Blick ist im Evangelischen Dekanat Gießen wesentlich der »Ausschuss für Mission und Ökumene« (M&Ö) zuständig.

Ihm gehören Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher, aber auch sonstige Berufene aus fast allen 25 Gemeinden des Dekanats an, dessen Synode sie für jeweils sechs Jahre beauftragt.

Der Ausschuss trifft sich zu regelmäßigen Sitzungen in wechselnden Gemeinden und Einrichtungen und verbindet dies oft mit Besuchen bei zuvor »fremden« Orten anderskultureller oder religiöser Ausrichtung. So gibt es unter anderem Kontakte zur Armenisch-, Griechisch- und Syrisch-Orthodoxen, aber auch zur Jesidischen Gemeinde. Zugleich erhalten seine Mitglieder Einblick in die weltweiten Partnerschaften im Dekanat vor allem mit Christen in Indien und in Ghana. Und nicht zuletzt spürt der »M&Ö« aktuellen Themen nach wie »Was heißt Mission in den Zeiten des interreligiösen Dialogs?« oder »Glaube ohne Kirche?« Geleitet wird der Ausschuss derzeit von Ökumene-Pfarrer Bernd Apel gemeinsam mit Dr. Carolin Braatz (Kirchengemeinde Heuchelheim-Kinzenbach), Dr. Jürgen Ellmer (Johannesgemeinde) und Dr. Ruth Schünemann (Luthergemeinde). In seiner letzten Sitzung für die Amtsperiode 2016 bis 2021 jüngst in den Räumen der Luthergemeinde blickte der Ausschuss sowohl zurück als auch voraus. Die Mitglieder waren sich einig, dass das durch die Corona-Pandemie nochmals geschwächte kirchliche Leben in knappen Zeiten umso mehr zusammenrücken und teilen muss. So könnten vielerlei Aktivitäten in ökumenischer Kooperation geschehen, aber auch Gebäude gemeinsam genutzt werden.

Wechsel in Ruhestand

Der Ausschuss wünscht sich, dass die Begegnungen und Exkursionen in der kommenden Amtsperiode fortgeführt werden, zum Beispiel zu jüdischen oder buddhistischen Gemeinden und dass auch dem Wechsel von Pfarrer Apel in Ruhestand im Herbst 2022 eine hauptamtliche Begleitung der Ökumene-Arbeit vorgehalten wird.

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