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Zwei Konzerte statt gar keins an der Lio

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Schwungvoll: Jens Velten dirigiert das Orchester der Liebigschule im kleinen Saal der Kongresshalle. © Czernek

Die Liebigschule Gießen führt zwei Konzerte in der Kongresshalle auf und streamt sie in die Welt. Orchester und Musikgruppen boten ein facettenreiches Programm.

Gießen. Aus eins mach’ zwei: Unter diesem Aspekt standen die beiden Weihnachtskonzerte der Liebigschule in der Kongresshalle. Statt seines großen Konzerts mit allen Spielgruppen der Schule wurde die traditionelle Veranstaltung einfach aufgeteilt in zwei abendliche Aufführungen. Jedes der Konzerte dauerte rund eine Stunde.

Das musikalische Organisationsteam, bestehend aus Michael Zarniko, Sabine Schuppe, Jens Velten und Carolin Ratz, hatte in Zusammenarbeit mit den weiteren Musiklehrern ein facettenreiches Programm zusammengestellt, bei dem sich die einzelnen Ensembles mit ihren Stärken präsentierten und so zum Gelingen des Abends beitrugen.

Der Montagabend war dem Orchester der Liebigschule vorbehalten. Höchst motiviert und konzentriert spielten sie eine bunte Mischung von Wolfgang Amadeus Mozart, über Tomas Albinoni (Adadgio in g-Moll) bis hin zu Ronan Hardimanns »Titelmusik zu « Lord oft the dance«. Letzteres gehört zu den Klassikern des Orchesters und darf bei keinem Konzert mehr fehlen.

Die Einzelleistungen der Solisten waren durchaus beachtlich. So beindruckten Haylin Park (Viola) und Heinrich Hoffmann (Klavier) mit ihrer feinfühligen Interpretation der Filmmusik aus Schindlers Liste von John Williams. Ebenso präsentierte das Orchester den ersten Satz aus dem Konzert für zwei Klaviere (KV 365) mit den beiden Solisten Sophia Krastev und Heinrich Hoffmann.

Der Dienstagabend war dem Vororchester und einzelnen Musikgruppen vorbehalten und erfreute gleich zu Beginn mit der Eurovision-Hymne, dem Prélude aus dem »Te Deum in D« von Marc-Antoine Charpentier. Der Höhepunkt war ein Satz aus dem Konzert für vier Violinen von Anton Vivaldi, bei dem sich die Solistinnen Liv Velten, Carola Kunz, Paula Brandt und Sophie Römer eine tadellose Leistung ablieferten. Die Junior-Band überraschte mit zwei jazzigen Songs und empfahl sich damit für die Big Band der Schule.

Harfen-Ensemble

Als besondere Überraschung präsentierte sich das neu-gegründete Harfen-Ensemble der Schule, unter der Leitung von Cordula Poos. Passender konnten die Weihnachtslieder «Was soll es bedeuten« und «Leise rieselt der Schnee« nicht wiedergegeben werden. Abgerundet wurde das Konzert mit dem Finale aus Humperdincks »Hänsel und Gretel«.

Aufgrund der Hygienebestimmungen war das Kartenkontingent stark begrenzt, so dass nur relativ wenige Zuhörer die Konzerte in der Kongresshalle live miterleben konnten. Dem aktiven Engagement von Andreas Czerny, Musiklehrer der Schule, und seiner Technik-Crew war es zu verdanken, dass beiden aufführungen live gestreamt wurden und somit doch einer großen Anzahl von Personen zugänglich waren und es auch nach wie vor sind. Sie sind auf YouTube unter dem Stichwort »Adventskonzert der Liebigschule Giessen« zu finden.

Das Chorkonzert war im Vorfeld bereits gestrichen worden, doch Czerney hatte einige Lieder in den Stream mitaufgenommen. Mit diesen Aufzeichnungen sendete die Schule zugleich einen musikalischen Gruß in Welt und zu ihren Freunden in England und Spanien, wenn schon aktuell Besuche zwischen den Partnerschulen nicht möglich sind. Nach beiden Konzerten war die Freude groß, dass man den Mut und Enthusiasmus hatte, die Aufführungen im gebotenen Rahmen durchzuführen.

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