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Zwei Verletzte bei Flugzeugabsturz

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Von: Rüdiger Schäfer

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Nur noch ein Trümmerhaufen: das Flugzeug an der Absturzstelle in Lützellinden. Foto: Schäfer © Schäfer

Gießen (rsa). Beim Absturz eines Kleinflugzeugs am Flughafen Lützellinden wurden der Pilot und die Copilotin am Freitagnachmittag schwer verletzt.

Gegen 16 Uhr kam laut Polizeibericht das Flugzeug beim Landeanflug nach rechts von der Landebahn ab. Der Pilot hielt dagegen, konnte jedoch ein Aufsetzen der Maschine mit einer anschließenden Notlandung auf einem angrenzenden Acker nicht vermeiden. Glücklicherweise geriet das Flugzeug, eine Maule MX7180B, nicht in Brand. 30 Feuerwehreinsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Lützellinden und Allendorf sowie die Berufsfeuerwehr waren im Einsatz und befreiten den ansprechbaren Piloten aus dem Wrack. Es handelt sich um einen 78-Jährigen aus Helsa (Landkreis Kassel). Mit einem Rettungshubschrauber wurde er mit der Erstdiagnose Polytrauma (Verletzungen am gesamten Körper) zum Schockraum der Uniklinik geflogen. Die Kopilotin, eine 73-Jährige aus Fuldabrück (nahe Kassel) wurde vom Rettungsdienst in ein Wetzlarer Krankenhaus gefahren.

Da Kraftstoff aus dem Flugzeug ausgelaufen war, wurde die Wasserbehörde verständigt. An der kontaminierten Absturzstelle überprüfte sie, inwieweit Erdreich abgebaggert werden muss. Das verunglückte Flugzeug wurde in einem Hangar auf dem Flugplatzgelände sichergestellt. Die Bundesstelle Flugunfalluntersuchungen (BSU) wurde eingeschaltet und ermittelt nun bezüglich der Unfallursache. Die Höhe des Sachschadens an dem Kleinflugzeug konnte zunächst noch nicht beziffert werden.

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