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Der Mietvertrag im Seltersweg 14 läuft aus: Im »DARRÉchen« ist der Räumungsverkauf gestartet.

Einzelhandel

Zwischenlösung kam »sehr gelegen«

Das »DARRÉchen« im Gießener Seltersweg diente als Outlet-Verkaufsstelle für den »gewältigen Überhang an Ware«, der sich während Corona ansammelte. Nun endet der Mietvertrag.

Gießen (bl). Nach einem knappen Jahr ist wieder Schluss: Im »DARRÉchen« im Seltersweg 14 ist der Räumungsverkauf in vollem Gange. »Wir schließen. Alles raus!« ist auf roten Aufklebern an der Schaufensterscheibe zu lesen. Das sei aber von Anfang an so geplant gewesen, erklärt Geschäftsführer Heinz-Jörg Ebert auf Anfrage des Anzeigers. Denn nun endet der Mietvertrag endgültig. Bereits im Januar 2021 war der Systempartnervertrag für den »Tamaris«-Shop ausgelaufen, den der »DARRÉ«-Chef 2014 als ersten in Mittelhessen eröffnet hatte. Damals sollte es aber auf den 100 Quadratmeter Verkaufsfläche nahtlos weitergehen - »mitten im Lockdown, mitten im ungewissen Pandemieverlauf«. Dass der Mietvertrag noch ein Jahr Bestand hatte, »kam uns mehr als gelegen«, so der Geschäftsmann. Wie alle Einzelhändler hatte sich nämlich Corona-bedingt 2020 »ein gewaltiger Überhang an Ware aus zwei Saisons« angesammelt. Die Idee mit dem »DARRÉchen« als kleinem Ableger des Stammhauses war geboren. »Von da an nutzten wir es als Outlet-Verkaufsstelle für das groß angewachsene Warenlager. Das tat uns allen gut«, verdeutlicht Heinz-Jörg Ebert.

Nach dem Räumungsverkauf mit stark reduzierten Preisen würden die Mitarbeiter »alle sehnsüchtig am Selterstor erwartet, um mit Vollgas ins Jahr 2022 zu starten«. Schließlich bedürfe es dort des vollen Einsatzes, der angesichts von zusätzlichen Veranstaltungen, musikalischen Mädelsabenden und einer integrierten Bar »noch ein bisschen emotionaler werden soll«. Dennoch schaue man auch »gerne auf die erfolgreiche Zeit im Seltersweg 14 zurück«. Vor »Tamaris« war an diesem Standort eine von zwei »Nordsee«-Filialen untergebracht.

Dem Vermieter zufolge stehen schon drei neue Interessenten für die Nachmiete »in der Warteschleife«, berichtet Ebert. Dadurch werde gewährleistet, dass nach dem großen Neustart von »Peek & Cloppenburg« im Frühjahr und dem späteren Bauvorhaben in der ehemaligen »The Sting«-Immobilie - unter anderem mit einer Markthalle - »auch kleine Einheiten den Seltersweg weiter lebendig machen«.

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