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Änderungen bei der Rente: Darauf müssen Sie sich im Ruhestand nun einstellen

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Von: Sophia Lother

Viele Rentnerinnen und Rentner sind von den kommenden Neuerungen betroffen. (Symbolfoto)
Viele Rentnerinnen und Rentner sind von den kommenden Neuerungen betroffen. (Symbolfoto) © Westend61/Imago

Hinzuverdienstgrenze, Rentenpunkte und Besteuerung: Bald stehen konkrete Änderungen an, auf die sich Rentnerinnen und Rentner einstellen müssen.

Frankfurt – Bald ist es so weit: Bei der Rente stehen wieder einige Veränderungen für Seniorinnen und Senioren an. Während unter anderem die Rentenerhöhung im Juli 2022 kommt, wirkt sich das auch auf Rentenpunkte aus. Darüber hinaus stehen bei der Altersvorsorge bald in Sachen Hinzuverdienstgrenze und im Hinblick auf die Besteuerung Änderungen auf dem Plan. Alles Wichtige hier im Detail.

Die Rentenerhöhung von 5,35 Prozent in Westdeutschland und 6,12 Prozent in Ostdeutschland ab Juli wirkt sich auch auf die Rentenpunkte aus. Denn: Der Rentenwert, der in der Rentenformel dem Gegenwert eines Entgeltpunktes entspricht, erhöht sich. Um die eigene monatliche Rentenhöhe zu ermitteln, werden Entgeltpunkte, Zugangsfaktor, aktueller Rentenwert und Rentenartfaktor miteinander multipliziert. Die Erhöhung des Rentenwerts im Überblick:

Rentenwert WestRentenwert Ost
Vor Juli 202234,19 Euro33,47 Euro
Ab Juli 202236,02 Euro35,52 Euro

Erwerbsminderungsrente: Erhöhung steht bevor – was Sie beachten müssen

Alle Betroffenen, die zu krank sind, um mehr als sechs Stunden am Tag zu arbeiten, haben bereits teilweise Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente. Grundvoraussetzung ist, dass die Regelaltersgrenze nicht überschritten wird. Zudem sind bestimmte Versicherungszeiten eine Bedingung. So gelten fünf Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung als Minimum. Zu den weiteren Voraussetzungen zählt unter anderem auch, wie viel Betroffene täglich arbeiten können. Auch bei der Erwerbsminderungsrente steht eine Erhöhung an.

Allerdings ist dieser laut Sozialminister Hubertus Heil (SPD) erst ab Juli 2024 vorgesehen. Zuschläge von bis zu 7,5 Prozent sind geplant. Etwa drei Millionen Menschen sollen dann langfristig mehr Geld bekommen.

Rente 2022: Was sich bald für Rentnerinnen und Rentner ändert

Noch im Jahr 2022 haben Rentnerinnen und Rentner, die nach mindestens 35 Arbeitsjahren, aber vor der Regelaltersgrenze in Rente gehen, in Sachen Hinzuverdienstgrenze Glück. Diese wurde wie schon 2021 deutlich erhöht. So beträgt die Hinzuverdienstgrenze weiterhin 46.060 Euro. Vorher betrug diese Grenze für Frührentnerinnen und Frührentner lediglich 6300 Euro. Doch auf was müssen sich Seniorinnen und Senioren im Jahr 2023 einstellen?

Im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP heißt es hierzu, man wolle „die Regelung zum Hinzuverdienst bei vorzeitigem Rentenbezug entfristen“. Ob dies bereits im nächsten Jahr der Fall sein wird, wird im Koalitionsprogramm nicht genannt. Auf Anfrage von Focus Online erklärte das Bundesarbeitsministerium jedoch, dass die Entfristungnoch in diesem Jahr umgesetzt“ werde.

Besteuerung der Rente: Was sich ändern soll

Auch im Hinblick auf die Besteuerung der Rente hält der Koalitionsvertrag Änderungen bereit. Demnach soll die vielfach kritisierte Doppelbesteuerung der Rente vermieden werden. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat angekündigt, dass die Beiträge zur Rentenversicherung bereits ab 2023 vollständig von der Steuer absetzbar sind – und nicht wie ursprünglich geplant erst 2025.

Auch bei der Besteuerung der Rente gibt es im Koalitionsvertrag gute Nachrichten. Der steuerpflichtige Rentenanteil soll ab 2023 nur noch um einen halben Prozentpunkt steigen. Eine Vollbesteuerung der Renten werde damit erst ab 2060 erreicht. Für einen Renteneintritt im Jahr 2022 liegt der Anteil bei der Versteuerung der Rente aktuell bei 82 Prozent. (Sophia Lother)

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