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Ukraine-News: Österreich mit klarer Ansage - „Deutschland könnte Gas-Embargo nicht durchhalten“

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Von: Patricia Huber

Österreich warnt Deutschland vor einem Gas-Embargo. Wirtschaftsministerin Schramböck ist sich sicher, dass Deutschland einen solchen Schritt nicht durchhalten könnte, und Österreich auch nicht.

Wien - Mit Andauern des Ukraine-Krieges wird auch in der EU die Diskussion um ein russisches Öl- und Gas-Embargo immer hitziger. Ein Verbot von russischem Gas könnte den Druck auf Präsident Wladimir Putin zwar erhöhen, hätte aber auch schwerwiegende wirtschaftliche Folgen für Deutschland, warnen Experten. Denn die Abhängigkeit von russischem Gas ist immer noch groß. Etwa 35 Prozent der Gaslieferungen stammen derzeit aus Russland.

Ukraine-News: Österreich Wirtschaftsministerin sicher „Werden Gas

Daher warnte nun auch die österreichische Wirtschaftsministerin Deutschland davor, ein Gas-Embargo überhaupt in Betracht zu ziehen. „Wir dürfen keine Signale in Richtung Gas-Embargo senden, wenn wir wissen, dass wir es nicht durchhalten – und weder wir noch Deutschland werden es durchhalten können“, sagte Margarete Schramböck den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Österreich ist noch stärker auf russisches Gas angewiesen, als Deutschland. „Wir sind zu 80 Prozent von russischem Gas abhängig - entsprechend hoffen wir, dass ein Embargo nicht eintritt“, erklärt Schramböck. Der Ministerin ist zwar klar, dass Österreich dringend unabhängig werden muss „nur ist es unrealistisch zu glauben, dass das von heute auf morgen ginge“, erklärt sie.

Ukraine-News: Österreich möchte auf Biogas und Fracking setzen

Aber welche Alternativen bieten sich Österreich? Schramböck sieht hier Biogas als „große Chance“. Sie fordert einen „Innovationstsunami“. Doch das dürfte nicht ausreichen, weshalb die Wirtschaftsministerin die EU auffordert, mehr auf Fracking zu setzen. Doch diese Methode, Erdgas zu gewinnen, wird besonders von Umweltschützern stark kritisiert.

Schramböck sieht das anders: „Es gibt Methoden, um Schiefergas umweltfreundlich zu fördern. Wir dürfen uns nicht verschließen und mit dem technologischen Stand von vor 20 Jahren argumentieren. Die Technologie hat sich weiterentwickelt.“

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